Häufig gestellte Fragen - Version für Lehrende

Folgend finden Sie die häufig gestellten Fragen rund um den Lernserver. Sollten Sie weitere Fragen, Ideen oder Anregungen haben, können Sie unser > Fördernetz als Diskussionsraum nutzen.

Was leistet der Lernserver? Was zeichnet ihn aus?

Mit dem Lernserver der Uni Münster wurde es erstmals ermöglicht, Diagnose und individuelle Förderung miteinander zu verzahnen.

a) Diagnose

Lehrkräfte können sich rasch ein präzises Bild über die Rechtschreibkompetenzen ihrer Schüler verschaffen: Neben absoluten Aussagen über den Leistungsstand (Prozentrang) erhalten sie eine qualitativ hochwertige Analyse der Fehlschreibungen (abgebildet im Leistungsprofil) und einen individuellen oder auf Gruppen bezogenen Förderplan.

b) Förderung

Abgeleitet aus der Fehleranalyse werden für einzelne Kinder oder Fördergruppen passgenaue Fördermaterialien zusammengestellt. Diese sind abwechslungsreich, motivierend und unterstützen unterschiedliche Lerntypen und -szenarien. Lösungen und eine Fülle an didaktischen Hinweisen unterstützen die Lehrkraft bzw. helfen, auch beim Hinzuziehen Dritter die Qualität zu sichern. Der Lernserver der Uni Münster liefert hinsichtlich der Rechtschreibung einen zuverlässigen Überblick über die Stärken und Schwächen eines Kindes. Die Tests für die Klassen 1 bis 10 beruhen auf Wörtern, die den allgemein gültigen Wissensstandards zugrunde liegen, und fragen jedes Rechtschreibphänomen ab, das in der jeweiligen Klassenstufe bewältigt werden können sollte. Bei der Analyse der Rechtschreibkompetenzen wird mehrgleisig verfahren:

  1. Das Normierungsmodul (z.Z. für die Klassen 1-6) ermöglicht objektive statistische Aussagen über den Leistungsstand, indem der ermittelte Prozentrang die relative Leistung bzw. die relative Stellung anzeigt, die ein Kind bezüglich des bundesdeutschen Durchschnitts einnimmt. Hilfreich sind diese Informationen für Entscheidungen, die z.B. folgende Punkte betreffen:
    • eine Empfehlung für die Schullaufbahn
    • eine Teilnahme an LRS-Förderkursen
    • Anträge zur Kostenübernahme von außerschulischen Fördermaßnahmen
  2. Dieses rein rechnerische Rangmaß wird ergänzt durch eine individuelle Förderempfehlung, damit schnell erkannt werden kann, welches Kind keine Förderung nötig hat, welches beobachtet werden sollte, welches eine Unterstützung braucht, die aber noch in der Schule innerhalb des Klassenverbands durchgeführt werden kann, welches in Kleingruppen in separaten Förderstunden seine Defizite aufarbeiten dürfen sollte oder bei welchem dringend lerntherapeutische Begleitung von geschulten Fachkräften geboten ist.
  3. Drittens – und das ist unser Hauptanliegen – wollen wir Auskunft darüber geben, welche rechtschreiblichen Teilbereiche vorliegen, die vom Kind noch nicht vollständig verstanden oder automatisiert worden sind. Wir versuchen deshalb anhand der Fehlschreibungen herauszufinden, wo genau ein Kind "hängengeblieben" ist, so dass es auch den weiteren Weg nicht erfolgreich gehen konnte. Eine solche Analyse setzt voraus, dass nicht nur die Quantität der Fehler, sondern vor allem ihre Qualität betrachtet wird.

Die Diagnose des Lernservers beruht auf einem mehrstufigen förderanalytischen Verfahren. Aus der Feinanalyse von Fehlern kann entnommen werden, was Kinder bereits beherrschen und welche gezielten Unterstützungsmaßnahmen erforderlich wären. Diese Schlussfolgerungen sind sachlich-inhaltlicher Natur, d.h. sie

  • sind rechtschreibsystematisch begründet,
  • registrieren und interpretieren Abweichungen von Prinzipien und Regularitäten der Schriftsprache,
  • betreiben "Ursachenforschung" hinsichtlich dessen, was das Kind sich bei diesem und jenem Fehler gedacht und welche Strategie es verfolgt haben könnte (sie verzichten also auf ätiologische und kausalpsychologische Deutungen).

Aufbauend auf dieser ausdifferenzierten Diagnose wird ein individueller Förderplan erstellt, zu dem auch passgenaue Fördermaterialien angeboten werden (z.Z. für die Klassen 1-6). Die Materialien bestehen u.a. aus Hör- und Sprechübungen, schriftlichen Aufgaben und Lernspielen, die die Freude an der Rechtschreibung (wieder) erwecken und sowohl Sprachgefühl als auch Sprachverständnis fördern sollen. Speziell für schulische Gegebenheiten wurde die Möglichkeit geschaffen, auf Basis der Diagnoseergebnisse nach inhaltlichen Kriterien Gruppen zu bilden. Für diese können ebenfalls genau abgestimmte Förderunterlagen bereitgestellt werden (optional in komprimierter, auf zentrale Förderschwerpunkte angepasster Form). Für die höheren Klassenstufen (ab der 7. Klasse) liegt mittlerweile ein weiteres Diagnose-Instrument vor. Dieser neue Test ist noch nicht normiert, d.h. es sind noch keine normierten Kennzahlen für absolute Aussagen über den Kenntnisstand (Prozentrang) verfügbar. Zur Förderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen steht in kompakter Form ein strukturierter Lehrgang für die zentralen Rechtschreibbereiche der deutschen Orthographie zur Verfügung, der sowohl im normalen Unterricht als auch in der individuellen Förderung oder zu Hause eingesetzt werden kann. Weitere Informationen zu diesem Lernserver-Förderangebot finden Sie >>hier.

Was ist die MRA (Münsteraner Rechtschreibanalyse)?

Die Tests der Münsteraner Rechtschreibanalyse (MRA) bestehen aus altersadäquaten Lückendiktaten, die als zusammenhängende Geschichten konstruiert sind. Die Kinder füllen sie handschriftlich nach Diktat aus. Die Lehrkraft (oder ein Elternteil) gibt anschließend die Fehlschreibungen online über eine bequeme Eingabemaske in das System des Lernservers ein. Daraufhin erfolgt die Diagnose der Rechtschreibleistung binnen weniger Sekunden. Die Form des Lückentextes ermöglicht es, die bereits vorliegenden Kompetenzen der Kinder gezielt zu erfassen und zudem sicherzustellen, dass Fehlerhäufigkeiten und -schwerpunkte sowohl quantitativ als auch qualitativ analysiert werden können. Zusätzliche Informationen, z.B. über Verfassung, Motivation, Schrift und Konzentration, runden das diagnostische Bild ab. Um ein möglichst stimmiges und hinsichtlich der Rechtschreibfertigkeiten eines Kindes vollständiges Bild zu erhalten, liegen unserer Diagnose 213 verschiedene Fehlerkategorien zugrunde. Damit lassen sich hinsichtlich der Fehlerarten eindeutige Aussagen treffen. Diese weit gefächerten Einzelkategorien werden im Leistungsprofil des jeweiligen Kindes gebündelt und übersichtlich zur Verfügung gestellt. Dabei unterscheiden wir zwei große Bereiche: den Grundlegenden Bereich und den Regelbereich. Der Grundlegende Bereich wiederum ist aufgegliedert in

  • "Ausfertigung",
  • "Wahrnehmung",
  • "Speicherung".

Der Regelbereich besteht aus

  • "Kennzeichnung von Länge und Kürze" (u.a. Dopplung und Dehnung),
  • "Morphologische Orientierung" (z.B. Umlautableitung, Auslautableitung)
  • "Weitere Aspekte der Wortschreibung" (wie Groß- und Kleinschreibung, ähnliche Buchstabengruppen, Schreibung an Nahtstellen).

Kann der Lernserver eine LRS oder Legasthenie diagnostizieren?

Unser Anliegen ist es, dass möglichst jedes Kind die Förderung erhält, die es benötigt, unter welcher Überschrift auch immer. Dieser inhaltliche Förderbedarf kann mit Hilfe des Lernserver genau ermittelt werden. Ebenfalls präzise bestimmt werden kann mittels unserer standardisierten Diagnostik der Prozentrang des einzelnen Kindes, d.h. der Stand, auf dem sich der betreffende Schüler im Vergleich zu seiner Altersgruppe bundesweit befindet. Solche Kennzahlen sind eine wichtige Informationsbasis für Schulpsychologen oder Kinderärzte, die zuständig für die Diagnose von LRS-Problemen oder "Legasthenie" und damit dem Veranlassen von weiteren Maßnahmen sind. Mehr und mehr wird inzwischen auch die Lernserver-Diagnostik (MRA – Münsteraner Rechtschreibanalyse) mit ihrem Normierungsmodul als Grundlage für Entscheidungen von schulpsychologischen Diensten, aber auch Jugendämtern anerkannt. In aller Regel werden weitere Tests mit hinzugezogen, u.a. auch deshalb, um organische Ursachen wie Schwerhörigkeit oder Fehlsichtigkeit auszuschließen. Für Schulen stellen die Lernserver-Kennzahlen eine wichtige Entscheidungshilfe dafür dar, ob und welche Fördermaßnahmen für einzelne Schüler eingerichtet werden sollten. Bei Schülern z.B., deren Testergebnisse zu einem roten Ampelsignal führen, lassen sich die Probleme im unterrichtlichen Kontext nicht auffangen. Da sich solche Lernprobleme auch nicht von selbst "auswachsen", müssten Lehrer gemeinsam mit den Eltern schulbegleitende lerntherapeutische Maßnahmen ins Auge fassen. Ohne solche zusätzliche Unterstützung bliebe das Kind heillos überfordert, und der "Teufelskreis Lernstörungen" wäre vorprogrammiert. Die Frage, wie nun die Schwierigkeiten eines Kindes genau zu klassifizieren sind, ob ein Kind also "Legasthenie", "LRS" oder eine "vorübergehende Schwäche" aufweist, ist nicht ganz einfach zu beantworten. Zwar hat sich mittlerweile fachübergreifend die Sichtweise durchgesetzt, dass jedes Kind seine ganz eigene individuelle Problematik aufweist und seine Förderung im Vordergrund stehen sollte; dennoch gibt es vereinheitlichende Bestimmungen und Verordnungen zur Klassifikation, nach denen sich Lehrer, Schulen und Förderkräfte richten müssen. Leider haben wir es an dieser Stelle aber mit einem weiteren Dilemma zu tun, denn Legasthenie oder LRS wird in den einzelnen Bundesländern jeweils anders definiert und diagnostiziert. Für die Eltern und Förderkräfte von Kindern mit Rechtschreibschwierigkeiten heißt das: Sie müssen sich nach den aktuell geltenden Legasthenie-Erlassen ihres Bundeslandes richten. Zu erfragen sind die jeweiligen Richtlinien u.a. bei den Schul- bzw. Kultusministerien und im Internet. Für betroffene Eltern ist der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. eine wichtige Anlaufstelle. Im Folgenden geben wir einen kleinen Abriss über den Forschungsstand und die Bemühungen um eine einschlägige Klassifikation, der den unten aufgeführten "Leitlinien zur Diagnostik und Therapie" entnommen ist: Der "international gültige Forschungsstand zur Legasthenie" wurde in der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10, Kapitel V, F) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht. Die BRD hat die darin festgelegten Kriterien anerkannt und für sich verbindlich übernommen. Vor allem die Vertreter des medizinisch-psychologischen Legasthenie-Modells berufen sich auf die ICD-10, da LRS/Legasthenie hier als Funktionsstörung des Gehirns gesehen und als "umschriebene Entwicklungsstörung" aufgeführt wird. International gelten folgende Merkmale für eine umschriebene Lese-Rechtschreibstörung:

  • Die Fertigkeiten im Lesen bzgl. Lesetempo, Leseverständnis und Lesegenauigkeit und im Schreiben bzgl. orthographischer Normen sind gemäß individuell durchgeführter, standardisierter Tests geringer als es aufgrund des Alters, der gemessenen Intelligenz und der altersgemäßen Bildung des Kindes zu erwarten wäre.
  • Die Lese- und Rechtschreibstörung beeinträchtigt in deutlichem Maße die anderen schulischen Leistungen und/oder Aktivitäten des täglichen Lebens, für die Lesen und Schreiben nötig sind.
  • Die Lese- und Rechtschreibstörung erklärt sich nicht durch andere erstrangige psychische oder neurologische Erkrankungen.

Grundlage für die Klassifikation (und für die "multiaxiale Diagnostik") ist die Annahme, dass ein Versagen im Schriftspracherwerb nicht unbedingt eine "umschriebene Entwicklungsstörung" sein muss. Es wird deshalb eine systematische Untersuchung gefordert, die anders geartete Schwierigkeiten wie z.B. eine sekundäre Lese-Rechtschreibschwäche, eine Dyslexie oder eine Lese- Rechtschreibstörung aufgrund von Intelligenzminderung ausschließt. Für die formelle Diagnostik einer "umschriebenen Entwicklungsstörung" werden neben dem Kind, den Eltern und den Lehrern spezielle Fachkräfte aus unterschiedlichen Disziplinen herangezogen: Kinderärzte, Kinder- und Jugendpsychiater und Schulpsychologen. Die Diagnostik nach dem multiaxialen Klassifikationsschema (Diagnoseschema in 6 Achsen) ist nicht unumstritten, gilt aber mittlerweile international als zentraler Beleg für das Vorhandensein einer Lese-Rechtschreibstörung. Sie

  • dient in der Regel zur Vorlage in der Schule für die Gewährung von Nachteilsausgleich, schulischer Förderung usw.,
  • ist in Bayern unabdingbare Voraussetzung dafür, dass ein Schüler gemäß der Bedingungen des LRS-Erlasses behandelt wird,
  • ist in diversen Bundesländern die Voraussetzung für Gutachten, die dem Antrag auf Eingliederungshilfe nach §35a KJHG zuzufügen ist. Hier geht es also auch um finanzielle Unterstützung für die Eltern.

Das multiaxiale Diagnoseschema gliedert sich in 6 Achsen. Es geht darum, Befunde auf mehreren, unterschiedlichen Ebenen einzuholen und zu bewerten.

Achse I

Klinisch-psychiatrisches Syndrom (neurologische Befunde): Einschätzung der psychischen Entwicklung. Erhebung durch einen Kinder- und Jugendpsychiater oder durch einen Kinderarzt mit Zusatzausbildung. Ergänzende Informationen durch Eltern- und Lehrerberichte, Zeugnismitteilungen, Exploration und Beobachtung. Untersucht wird, ob das Kind an einer seelischen Erkrankung leidet, z.B.

  • an einem Hyperkinetischen Syndrom,
  • an Schulangst,
  • an körperlichen Beschwerden aufgrund von Schulangst (Bauch-, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen),
  • an depressiven Entwicklungen (Schlafstörungen, Motivationsverlust, sozialer Rückzug, Interessensverlust, Suizidäußerungen),
  • an Störungen des Sozialverhaltens (Schule schwänzen, Stören im Unterricht, Lügen, Stehlen, Aggressivität).

Achse II

Umschriebene Entwicklungsstörung der schulischen Fertigkeiten (Lese- Rechtschreibdiagnostik); Basisdiagnostik über standardisierte Testverfahren:

  • Leseprüfung
  • Rechtschreibprüfung

Weitere Untersuchungen bei Verdacht auf therapierelevante Defizite:

  • Motorik (Schwierigkeiten bei der Graphomotorik)
  • Sprache (bei Schwierigkeiten im sprachlichen Ausdruck und im Sprachverständnis)
  • Aufmerksamkeit und Impulsivität

Achse III

Intelligenzdiagnostik mit standardisierten Testverfahren

Achse IV

Körperliche Symptomatik, z.B.:

  • Motorik und visuo-motorische Entwicklung (bei Schwierigkeiten in der Graphomotorik),
  • Konzentration,
  • Seh- und Hörfunktion.

Erhoben werden die Befunde durch:

  • internistische Untersuchung
  • neurologische Untersuchung (EEG)
  • augenärztliche Untersuchung
  • ohrenärztliche Untersuchung (Ohrenarzt und Pädaudiologe)
  • Anamnese
  • Exploration

Als Ursachen für das Versagen im Lesen und Rechtschreiben bzw. Rechnen sind neurologische Erkrankungen oder Sinnesfunktionsstörungen wie Zerebralparese, Epilepsie, Seh- und Hörfunktionsstörung, sekundäres Lese- und Rechtschreib- oder Rechenversagen und Verlustsyndrom nach erworbener Hirnschädigung auszuschließen.

Achse V

Aktuelle abnorme psychosoziale Umstände (Lebensumfeld: familiäre und schulische Gegebenheiten). Erhebung über Persönlichkeitsfragebogen, Anamnese und Exploration.

Achse VI

Der Grad der "psychosozialen Anpassung": Inwieweit ist das Kind durch die Störung beeinträchtigt? Hat die Störung "Krankheitswert"? Folgt aus der Lese-Rechtschreibstörung eine zumindest mäßige Beeinträchtigung, so ist in der Regel von einer drohenden oder aber bereits bestehenden seelischen Behinderung auszugehen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer Eingliederungshilfe nach §35a KJHG. Einigen Gerichtsurteilen zufolge reicht der Befund einer umschriebenen, länger als 6 Monate andauernden Lese- Rechtschreibstörung nicht aus, um eine Eingliederungshilfe zu begründen, sondern es ist der ausdrückliche Nachweis vonnöten, dass eine Eingliederungsgefährdung besteht. "Eingliederungsgefährdung" meint, dass:

  • die begabungsadäquate Beschulung des Kindes nicht gewährleistet ist,
  • aus der Legasthenie eine psychische Störung erwachsen ist, die so tief geht und so dauerhaft ist, dass sie die soziale Eingliederung des Kindes bedroht.

Dabei können Schulangst, totale Schul- und Lernverweigerung, Rückzug aus sozialen Kontakten und die Vereinzelung in der Schule als behinderungsrelevante seelische Störungen gelten. (Vgl. Dt. Ges. f. Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie u.a. (Hrsg.): Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter. Deutscher Ärzte Verlag, 3. überarbeitete Auflage 2007 - ISBN: 978-3-7691-0492-9, S. 207 ff.)

In welcher Form wird das Fördermaterial zur Verfügung gestellt?

Auf Basis der Diagnose eines eingegebenen MRA-Tests gibt es zwei Möglichkeiten der Förderung: die individuelle oder, im Fall des Zusammenfassens von mehreren Schülern, die Gruppenförderung. Bei beiden Varianten werden die Fördermaterialien in Form von PDF-Dokumenten zum Download und Ausdruck im jeweiligen Lernserver-Portal bereitgestellt. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit (OPTIONAL!), das Material in ausgedruckter Form als individuelles bzw. als Gruppen-Förderbuch zu bestellen, sowie als Förder-CD, auf der die Förderdokumente gespeichert sind. Die Förderunterlagen können Sie mit den Schülern besprechen, von ihnen in Einzel- oder Partnerarbeit sukzessive studieren und bearbeiten lassen oder zum Üben, Festigen und Vertiefen mit nach Hause geben. Wie beim Test ist es uns auch bei den Fördermaterialien wichtig, dass das Handschriftliche nicht zu kurz kommt. Hinweis: Das Material kann NICHT direkt am Computer bearbeitet werden!

Was hat es mit der Normierung auf sich?

Unsere Lernserver-Normierung ist das Ergebnis der Auswertung einer repräsentativen Auswahl von rund 70.000 im Klassenverbund erhobenen Förderdiagnosen, die zwischen 2005 und 2008 im Rahmen der Münsteraner Rechtschreibanalyse (MRA) an deutschen Grund- und weiterführenden Schulen durchgeführt wurden. Auf Basis der fünf MRA-Teststufen ermöglicht dieses Modul signifikante Aussagen über den absoluten Leistungsstand eines Kindes. Die Besonderheit der Lernserver-Normierung liegt hierbei jedoch in der komplementären Aufbereitung quantitativer und qualitativer Aussagen über Leistungsstand und Förderbedarf: Die Lernserver-Kennziffern ermöglichen weitestgehend objektive statistische Aussagen. Bei den Kennziffern handelt es sich um Prozentränge, welche die mit einer bestimmten Fehlerzahl erreichte relative Leistung in Form dynamisch generierter Skalen visualisieren. Dieses rein statistische Rangmaß wird abschließend durch eine individuelle Förderempfehlung ergänzt, die auf zu beobachtende oder zu fördernde Schwächen hinweist, welche im ausgewiesenen Fehlerbereich zum Tragen kommen. Abgerundet werden die beiden Kennziffern und die Förderempfehlung durch symbolische Ampeln, die eine sofortige Einordnung sowohl der Rechtschreibkompetenz als auch des Förderbedarfs erlauben. (Die Teststufe 7+ ist noch nicht normiert.)

Welche Teststufe sollte ich für meine Schüler auswählen?

Die Münsteraner Rechtschreibanalyse (MRA) ist ein Paper-Pencil-Einzeltest und für alle Schulformen geeignet. Sie liegt in folgenden Varianten vor: Rechtschreibtest Klasse 1/2 Rechtschreibtest Klasse 2/3 Rechtschreibtest Klasse 3/4 Rechtschreibtest Klasse 4/5 Rechtschreibtest Klasse 5/6 Rechtschreibtest Klasse 7+ In aller Regel sind als Anwendungszeiträume zu empfehlen: Rechtschreibtest Klasse 1/2: letztes Drittel Klasse 1 bis Mitte Klasse 2 Rechtschreibtest Klasse 2/3: Mitte Klasse 2 bis Mitte Klasse 3 Rechtschreibtest Klasse 3/4: Mitte Klasse 3 bis Mitte Klasse 4 Rechtschreibtest Klasse 4/5: Mitte Klasse 4 bis Mitte Klasse 5 Rechtschreibtest Klasse 5/6: Mitte Klasse 5 bis Mitte/Ende Klasse 6 Rechtschreibtest Klasse 7+: ab Klasse 7 Die Einsatzzeiträume sind als Anhaltspunkte zu verstehen. Im Interesse einer bestmöglichen Förderung der Kinder sollte man die von uns genannten Empfehlungen nicht als unverrückbare Vorgabe ansehen. Unterrichtskonzepte wie die Zusammensetzung der Klassen und damit der mittlere Leistungsstand können sich massiv unterscheiden. Gerade in der ersten Hälfte der zweiten Klasse ist anzuraten, dass sich Lehrkräfte die Tests vor der Durchführung in Ruhe ansehen. Sie sollten prüfen, ob wirklich noch der leichtere Test der Stufe 1/2 angebracht ist; bei diesem wird primär ermittelt, ob die Laut-Zeichenzuordnung gefestigt ist. Sofern Sie jedoch bei Ihren Schülern bereits etwas Regelwissen erwarten dürfen, kann durchaus die Teststufe 2/3 herangezogen werden.

Individuelle Förderung oder Gruppenförderung?

Bei dieser Frage kommt es u.a. darauf an, welche Fördermöglichkeiten und -konzepte Sie im schulischen Kontext zur Verfügung haben. Bei der individuellen Förderung werden für jedes Kind – auf den Fehlschreibungen des Tests basierend – individuelle Fördermaterialien in Form von Arbeitsblättern mit Lösungen, Erklärungen, Fördervorschlägen, Wortlisten, Spielideen, Hör- und Sprechübungen sowie zahlreichen weiteren Übungsformen zusammengestellt. Die Anzahl der Arbeitsblätter variiert stark, da sie sich danach richtet, welche und wie viele Fehler dem jeweiligen Kind im Test unterlaufen sind. Im Durchschnitt sind es je Kind etwa 300 Arbeitsblätter, die in überschaubare Fördereinheiten gegliedert sind und dabei helfen sollen, fehlende Grundlagen zu erarbeiten und die (für das einzelne Kind) problematischen Bereiche der Orthographie Schritt für Schritt zu erobern. Bei der Gruppenförderung können Sie sich nach erfolgter Eingangsdiagnose (z.B. einer Klasse oder der gesamten Stufe) ein differenziertes Bild vom Leistungsstand einer größeren Anzahl von Schülern machen. Dabei ist es möglich, die Diagnose-Ergebnisse nach unterschiedlichen quantitativen und qualitativen Kriterien aufeinander zu beziehen, so dass Sie sinnvolle Fördergruppen von 5-8 Schülern zusammenstellen und speziell auf jede Gruppe abgestimmte Fördermaterialien abrufen können.

Was ist das Screening?

Im Rahmen der LISA-Bildungskampagne, die gemeinsam mit dem Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) durchgeführt wird, haben alle Schulen in Deutschland die Möglichkeit, ihre Schüler kostenlos auf deren Rechtschreibkompetenz hin zu testen. Ampelsignale der Lernserver-Normierung zeigen dabei den individuellen Förderbedarf an. Alle Grundschulen und weiterführenden Schulen können sämtliche Schüler einem Screening unterziehen, die Testung erfolgt im Klassenverband; jeder Lehrer erhält kompakte Leistungsprofile der einzelnen Schüler sowie ein computergestütztes Klassenleistungsprofil; mit Hilfe der Lernserver-Normierung (verdeutlicht durch ein Ampelsystem) wird auf einen Blick ersichtlich, welche Schüler welches Maß an Förderbedarf haben (verdeutlicht durch eine individuellen Förderempfehlung); ein Förderplan zeigt die für die jeweilige Klasse notwendigen Förderschwerpunkte. HINWEIS: Mit dem Screening kann festgestellt werden, welche Schüler eine ausführliche (Standard-) Diagnose und Förderung benötigen. Auch lässt sich auf diese Weise ermitteln, ob der Förderbedarf eines Kindes so groß ist, dass zusätzliche fachliche Unterstützung hinzugezogen werden muss. Ausgehend von den Ergebnissen des Screenings kann jederzeit und ohne zusätzlichen Aufwand ein Update zur ausdifferenzierten Standard-Diagnose vorgenommen werden (kostenpflichtig!). Auch passgenaues Fördermaterial kann ohne weitere Testung bestellt werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Standarddiagnose und einer Kompaktdiagnose?

Kompaktdiagnose

Die Kompaktdiagnose wird im Zusammenhang mit dem Screening (LISA-Bildungskampagne) angeboten. Es wird ein weniger umfangreiches Leistungsprofil erzeugt. Darin enthalten sind die quantitative Auflistung der richtig und falsch geschriebenen Wörter und die Normierung inklusive der Ampel und der individuellen Förderempfehlung.

Standarddiagnose

Die Standarddiagnose bietet ein ausdifferenziertes Leistungsprofil. Darin enthalten sind ebenfalls die quantitative Auflistung der richtig und falsch geschriebenen Wörter und die Normierung (inkl. Ampel und individueller Förderempfehlung). Zusätzlich erhalten Sie einen Überblick, welche Fehler welchen Fehlerkategorien zugeordnet werden (bspw. Konsonantenverdopplung, Dehnung, Umlautableitung, usw.).

Wie viele Schüler sollten maximal in eine Gruppe?

Wie groß eine Gruppe sinnvollerweise sein kann, lässt sich nicht pauschal beantworten; entscheidend sind die Schwierigkeiten der Kinder, aber auch ihr Sozialverhalten. Eine wichtige Rolle spielt auch die Zahl und die Kompetenz der betreuenden Förderkräfte. Wir denken, dass bei Kindern mit LRS-Problemen die Gruppen nicht mehr als 4 Kinder umfassen sollten. Bei Gruppen, die aus Kindern mit weniger großem Förderbedarf bestehen, können durchaus auch mehr Kinder (5 bis 8 Schüler) zusammengenommen werden. Obgleich es sich um ein und dieselbe Sprache handelt, hat jedes Kind seine ganz eigenen, individuellen Schwierigkeiten, die auch individuell behandelt werden müssen. Auch hinsichtlich dessen, was die Kinder bereits verstanden haben, gibt es große Unterschiede. Würde man solche Kinder in größeren Gruppen zusammenfassen, würde man genau jene ungünstige Situation reproduzieren, die dazu geführt hat, dass sich die Probleme verfestigten und nicht aus der Welt geschafft werden konnten. Selbst wenn es eine kleinere Zahl von Schülern ist, wäre es genauso wie im normalen Unterricht: Die Förderkraft könnte sich nicht genügend um das einzelne Kind kümmern, und um alle zu beschäftigen, würde sie zwangsläufig versuchen, eine gewisse Einheitlichkeit zu schaffen. Sie würde also wieder Leistungsstandards setzen, an denen sich das einzelne Kind messen müsste, und das individuelle Vorankommen träte in den Hintergrund. Bei einer echten individuellen Förderung sind die Fortschritte des einzelnen Kindes das entscheidende Kriterium. Zu bedenken ist auch, dass in größeren Gruppen sehr rasch Leistungskonkurrenz und Rivalitäten aufkommen; auch kann die Lernatmosphäre leichter gestört werden. Das einzelne Kind soll aber angst- und ablenkungsfrei in einem geschützten Raum arbeiten können, ohne dass sich Kränkungen wiederholen, die möglicherweise schon im Schulunterricht stattgefunden und zu grundsätzlicheren Lernblockaden geführt haben. In kleinen Gruppen ist ein gemeinsames Lernen wegen der intimen Atmosphäre leichter möglich. Auch gegenseitige Hilfe, zum Beispiel in Form von Erklären und Erläutern der Regeln, lässt sich einfacher realisieren, wenn nur wenige Kinder am Tisch sitzen. Ein häufig genanntes Argument für die Bildung von größeren Gruppen macht die Erleichterung geltend, die LRS-Kinder dadurch verspüren würden, wenn noch viele weitere Leidensgenossen mit im Boot säßen. Dies mag für einige Kinder zutreffen, für andere aber sicherlich nicht. Obgleich das soziale, gemeinschaftliche Lernen immer angestrebt werden sollte, ist es für einige Kinder zunächst sehr viel sinnvoller, wenn sich eine Förderkraft ausschließlich mit ihnen befasst und die Reaktion anderer Kinder ‚draußen vor der Tür‘ bleibt. Der Aufbau von Selbstvertrauen und das Auseinandersetzen mit einem oft angstbesetzten Bereich sind in einem geschützten Raum sehr viel eher möglich. Sobald sich erste Erfolge einstellen und die Kinder seelisch wieder gefestigter sind, kann die Einzelarbeit in eine Gruppensituation überführt werden. Letztlich liegt die Entscheidung für eine Einzel- oder Gruppenförderung in der Verantwortung der jeweiligen Lehrkraft und ist von ihrem Gespür für die betreffenden Kinder abhängig. Neben der Lernserver-Diagnose sollten dabei auch die Lebensgeschichte und die Bedürfnisse bzw. Wünsche der jeweiligen Kinder eine Rolle spielen. Bei alledem sprechen die jeweils vorliegenden Möglichkeiten wie die Zahl der zur Verfügung stehenden Förderstunden und Förderkräfte ein gewichtiges Wort mit.

Wie sieht der Ablauf bei einer individuellen Förderung aus?

Nach der Testdurchführung und der dazugehörigen Analyse werden aufgrund des individuellen Leistungsprofils und der dahinterliegenden Feinanalyse eines jeden Schülers aus einem Pool von über 8.000 Arbeitsblättern die passenden Übungen herausgesucht und in einer in sich stimmigen Abfolge zur Verfügung gestellt. (Diese Reihenfolge kann von Ihnen umgestellt werden; eine solche Umstellung sollte jedoch mit Bedacht vorgenommen werden.) Entsprechend des jeweiligen Förderbedarfs unterscheidet sich das Fördermaterial für jedes einzelne Kind. Die Förderung setzt immer genau dort an, wo die Kinder hängengeblieben sind und wo ihnen die Voraussetzungen dafür fehlen, den nächsten logischen Verständnisschritt zu machen. Sie werden also weder unter- noch überfordert, sondern mit einem an sie angepassten „mittleren Anforderungsniveau“ konfrontiert. Um möglichst bald gute Erfolge in der Rechtschreibung zu erzielen, ist ein kontinuierliches Arbeiten mit den Materialien unerlässlich. Dabei geben wir allerdings keine Zeitangabe vor, da an jeder Schule die personellen wie finanziellen Ressourcen unterschiedlich sind. Auch unterscheiden sich die Kinder danach, wie rasch sie die einzelnen Bereiche erobern können. Oft ist es so, dass nach einem ersten, arbeitsintensiveren Anlauf der berühmte Knoten platzt, die Kinder sich neue, effektivere Lernstrategien zulegen und immer rascher ein Gespür sowie ein Verständnis für orthographische Prinzipien entwickeln.

Die Förderung sollte mindestens einmal in der Woche stattfinden, besser zweimal. Bei leistungsschwächeren Kindern, die im Rahmen eines speziellen Förderunterrichts betreut werden, sollte dieser Förderunterricht möglichst nicht nach dem normalen Unterricht erfolgen, da die Kinder zu dieser Zeit erfahrungsgemäß müde und unkonzentriert sind. Zudem ist zu bedenken, dass solche zusätzlichen Schul- bzw. Unterrichtsstunden nicht selten als eine Art Bestrafung wahrgenommen werden. Sofern keine gesonderten Förderstunden in der Schule möglich sind, hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

  • Lassen Sie in den ersten 10 Minuten jeder Deutschstunde mit den Materialien arbeiten!
  • Nutzen Sie die Freiarbeitsphasen der Kinder im Regelunterricht!
  • Etablieren Sie Tutorenprogramme! Gerade bei finanziellen Engpässen können ältere Schüler oder Eltern mit in die Förderung eingebunden werden (hierbei ist aber auf Qualifizierung und Betreuung/Supervision zu achten).
  • Wenn die Förder-Zeit knapp bemessen ist, können vertiefende oder zum Festigen gedachte Arbeitsblätter natürlich auch zu Hause bearbeitet werden.

Letztere Varianten eignen sich jedoch nicht für Kinder, die auf der Leistungsskala des Normierungsmoduls im orange-farbenen oder roten Bereich rangieren!

Warum kann ich im Webshop des Lernserver-Instituts nicht bestellen?

Für den Webshop des Lernserver-Instituts müssen Sie sich neu anmelden. Wenn Sie bereits ein Lernserver-Portal besitzen, ist dies unabhängig von einem Webshop-Konto zu betrachten! Klicken Sie auf den Webshop (zu finden auf www.lernserver.de oben neben der Portalanmeldung) und wählen Sie jene Artikel aus, die Sie bestellen möchten. Anschließend gehen Sie zur „Kasse“. Nun können Sie sich mit bereits bestehenden Zugangsdaten anmelden oder sich ein neues Konto für den Webshop erstellen. Geben Sie Ihre persönlichen Daten und ein Passwort ein. Das Konto ist direkt aktiv, und wenn Sie auf der nun erscheinenden Seite auf „weiter“ klicken, werden Sie durch den Bestellvorgang geleitet.

Ich habe den Lernserver noch nie genutzt: Wie melde ich mich/meine Schule beim Lernserver an?

Wenn Sie Ihre Schule anmelden möchten, klicken Sie auf unserer Homepage www.lernserver.de oben auf den Hinweis „Portalanmeldung“. In dem gelben Feld „Wichtiger Hinweis“ gibt es den Link: >>hier ein Portal einrichten. Wenn Sie diesen anklicken, werden Sie durch die Registrierung geführt. Sie können auch einfach auf die Registerkarte „Registrieren“ klicken. Bitte beachten Sie die weiteren Hinweise unter: ? Account für Schulen ? Account für sonstige Einrichtungen ? Account für Eltern (Elternbrief/Elternpaket)

Ich möchte den Lernserver erst einmal testen

Wenn Sie sich zunächst ganz unverbindlich einen Überblick über die Arbeit mit dem Lernserver verschaffen möchten, gehen Sie bitte auf unsere Seite demo.lernserver.de. Dort können Sie sich ein Portal anlegen, das sich optisch nicht von einem „echten“ Portal unterscheidet. Sie haben nun die Möglichkeit, beliebig viele Schüler anzulegen und Tests einzugeben. Sie können die einzelnen Schüler sogar mit dem Fördermaterial versehen und Gruppen erstellen. Das Fördermaterial ist jedoch nur bedingt einsehbar. Bitte beachten Sie, dass sich ein Demoportal nicht in ein vollwertiges Lernserver-Portal umwandeln lässt. Hierfür ist eine erneute Anmeldung nötig!

Ich habe bereits ein Portal: Wie logge ich mich ein?

Klicken Sie auf www.lernserver.de und auf „Portalanmeldung“. Geben Sie dann Ihre Benutzerdaten ein. Sie haben sich bei der Portalanmeldung die Zugangsdaten selbst zugewiesen. Da es uns deshalb nicht möglich ist, Ihre Daten einzusehen, müssen Sie sich diese gut merken!

Was mache ich, wenn ich das Passwort vergessen habe?

Wenn Ihnen doch Ihre Zugangsdaten abhandenkommen, melden Sie sich bitte bei uns. Per Mail unter info@lernserver.de oder telefonisch unter 0251 / 83-28409. Es werden dann neue Zugangsdaten für Sie erzeugt.

Was mache ich, wenn ich meine Kennung (Benutzerdaten) vergessen habe?

Dies kann ja vorkommen. In solchen Fällen melden Sie sich bitte bei uns, und zwar per Mail unter info@lernserver.de oder telefonisch unter 0251 / 83-28409. Es werden dann neue Zugangsdaten für Sie erzeugt. 

Wie kann ich mein Passwort oder meine Kennung (Benutzerdaten) ändern?

Sie können Ihre Benutzerdaten ganz einfach selbst ändern. Loggen Sie sich dafür in Ihr Lernserver-Portal ein und klicken auf „Verwaltung“. Dort finden Sie den Verweis „Profil“. Hier können Sie unter „Anmeldeinformationen“ Ihre eigenen Zugangsdaten ändern.

Wie kann ich meine persönlichen Daten ändern?

Ihre Benutzerdaten können Sie ganz einfach selbst ändern. Loggen Sie sich dafür in Ihr Lernserver-Portal ein und klicken Sie auf „Verwaltung“. Dort finden Sie den Verweis „Profil“. Hier können Sie unter „Anschrift“ und „Kontaktdaten“ Ihre persönlichen Daten ändern.

Benutzername und Passwort funktionieren nicht

Funktionieren Ihre Zugangsdaten nicht, so setzen Sie sich bitte mit uns telefonisch unter 0251 / 83-28 409 oder per Mail (info@lernserver.de) in Verbindung. Das Lernserver-Team hilft Ihnen dann selbstverständlich gerne weiter.

Was ist ein Kontingent?

Ein Kontingent ist ein Guthaben in Ihrem Lernserver-Portal. Es gibt verschiedene Kontingente, und zwar für folgende Leistungen:

a) Diagnose:

Damit haben Sie die Möglichkeit, einen Test in Ihrem Portal einzugeben und auswerten zu lassen. Es wird Ihnen ein Leistungsprofil zur Verfügung gestellt, in dem alle Fehlschreibungen einzelnen Kategorien zugeordnet werden. Des Weiteren wird das Ergebnis des Tests in einem Normierungsrahmen angezeigt, so dass Sie auf einen Blick sehen, wie die Leistungen des Kindes einzuordnen sind. Es wird eine individuelle Förderempfehlung gegeben. Abschließend wird ein Förderplan erstellt (Übersicht über die Förderschwerpunkte).

b) Online-Förderung:

Mit einem solchen Kontingent können Sie sich entsprechend der Diagnose passgenau die benötigten Fördermaterialien für ein Kind zusammenstellen lassen. Neben abwechslungsreichen Arbeitsblättern und Lösungen erhalten Sie zahlreiche didaktische Hinweise, Anregungen für den (Förder-) Unterricht, Lernspielideen etcpp. Die Materialien werden als PDF-Dateien zur Verfügung gestellt. Beachten Sie dabei, dass die Arbeitsblätter noch ausgedruckt werden müssen. Die Materialien stehen Ihnen während der benötigten Förderzeit zur Verfügung.

c) Gruppenförderung:

Wenn Sie Schüler in (Klein-) Gruppen fördern möchten, können Sie diese nach erfolgter Testung nach unterschiedlichen Kriterien zusammenfassen. Hierfür müssten Sie zunächst die Gruppen anlegen (siehe „Hilfe“ im Portal unter „Gruppenförderung“). Neu: Um Schulen zu ermöglichen, nicht aus Kostengründen zu große Fördergruppen bilden zu müssen, haben wir uns dazu entschlossen, unabhängig von der Zahl der Fördergruppen je Klasse (bis 30 Schüler) lediglich ein Kontingent zu berechnen. Somit können Sie mehrere kleinere – und somit didaktisch sinnvollere – Fördergruppen bilden. Künftig wird also unabhängig von der Anzahl der Teilgruppen (und damit der Gruppengröße) für die gesamte Klasse/Fördergruppe nur noch ein Kontingent benötigt. Der in Ihrem Portal voreingestellte und für Schüler mit erhöhtem Förderbedarf empfohlene Umfang der Teilgruppen liegt ab jetzt bei 4 Schülern. Wir möchten Ihnen damit ermöglichen, Ressourcen freizustellen, damit Kinder mit intensivem individuellen Betreuungs- und Förderbedarf die erforderliche Unterstützung erhalten können.

d) Förderbuch:

Wenn der Ausdruck der Fördermaterialien (Online-Förderung) zu viel Zeit in Anspruch nimmt oder den Druckkosten-Etat zu übersteigen droht, können Sie Kontingente für Förderbücher freischalten lassen. Der Ausdruck wird dann von einer mit uns kooperierenden Druckerei vorgenommen. Die Förderbücher können von Ihnen selbst in Ihrem Portal angefordert werden. Beachten Sie, dass die Portaladresse als voreingestellte Lieferadresse hinterlegt ist. Diese können Sie jedoch abändern. Ferner ist der Druck auf doppelseitig voreingestellt.

e) Förder-CD:

Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, die Fördermaterialien von uns auf eine CD brennen zu lassen. Diese CD ist jedoch nicht als Software-CD zu verstehen, mit der die Arbeitsblätter am Computer bearbeitet werden können. Es sind lediglich die PDF-Dateien auf CD gebrannt, die danach von Ihnen noch ausgedruckt werden müssten. Daher bietet sich meist eher das Förderbuch an. (Als Hilfsmittel für den Austausch mit den Eltern ist die CD nach wie vor geeignet.)

Wie kann ich Kontingente bestellen?

Es gibt verschiedene Wege, um Kontingente beim Lernserver Institut - Verlag für Bildungsmedien zu bestellen: Über den Webshop (www.lernserver-shop.de), telefonisch, per Mail oder selbst aus dem eigenen Portal heraus.

  • Telefonisch via Anrufbeantworter: Hinterlassen Sie Ihre Bestellung unter 03212 / 3211121 (auch für Fax-Bestellungen).
  • Per Mail: Melden Sie sich unter bestellung(at)lernserver-shop.de und geben Sie Ihre Bestellung auf.
  • Selbstverbuchung aus dem Portal heraus: Wenn es einmal schnell gehen soll, haben Sie die Möglichkeit, selbst Kontingente in Ihrem Portal hinzuzubuchen. Bitte gehen Sie wie folgt vor:
    • Klicken Sie auf „Verwaltung“
    • Klicken Sie auf „Buchungen“
    • Klicken Sie auf „Kontingente anfordern“
    • Vervollständigen Sie ggf. Ihre Profilangaben
    • Setzen Sie einen Haken bei „Hiermit erkenne ich die Bedingungen an“ – die Preise sind direkt über dem Hinweis einsehbar
    • Klicken Sie auf „Kontingente kaufen“
    • Geben Sie die Anzahl der gewünschten Kontingente ein
    • Klicken Sie auf „Bestellen (kostenpflichtig)“

     

Beachten Sie bitte, dass eine Rechnung folgen wird. Diese wird immer am Monatsanfang des Folgemonats der Bestellung erstellt. Ferner können nur Administratoren eines Portals selbst Kontingente buchen.