Diagnose

Misverstendlich

Fehlschreibungen sind sehr viel mehr als nur „falsch“. Sie basieren auf einer kreativen Denkleistung des Kindes und geben Aufschluss über den konkreten Förderbedarf: Welche Strategie hat das Kind angewandt, um die betreffende Schreibung zu produzieren? In welcher Phase des Schriftspracherwerbs befindet es sich? Beherrscht es bereits das lauttreue Schreiben? Wo muss eine differenzierte Förderung ansetzen?

Die Testbögen der Münsteraner Rechtschreibanalyse (MRA) sind altersadäquate Lückendiktate, die handschriftlich vom Kind ausgefüllt werden.

Die MRA liegt in sechs Teststufen vor:

Klasse 1/2 (Ende Klasse 1 bis Mitte Klasse 2)

Klasse 2/3 (Mitte Klasse 2 bis Mitte Klasse 3)

Klasse 3/4 (Mitte Klasse 3 bis Mitte Klasse 4)

Klasse 4/5 (Mitte Klasse 4 bis Mitte Klasse 5)

Klasse 5/6 + (ab Ende Klasse 5 bis Ende Klasse 6; dieser Test überprüft  umfassend, ob die Rechtschreibung beherrscht wird und ist deshalb auch  in höheren Klassen einsetzbar)

Jeder Schule bieten wir ein Lernserver-Internet-Portal an, über das die Fehlschreibungen online eingegeben werden. Die Auswertung erfolgt binnen weniger Sekunden durch den Lernserver und wird dem Lehrer in Form eines differenzierten Leistungsprofils für jeden Schüler angeboten.

Computergestützte Auswertung

Die Analyse der Rechtschreibkompetenzen erfolgt mit Hilfe eines ausgeklügelten Zusammenspiels von Mensch und Maschine. Es werden insgesamt 215 Fehler- bzw. Förderkategorien unterschieden, die im Leistungsprofil zu übersichtlichen 15 Kompetenzbereichen zusammengefasst sind.

Das Leistungsprofil gibt der Lehrkraft präzise Auskunft darüber, was der Schüler bereits beherrscht und welche Bereiche ihm noch Schwierigkeiten bereiten. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Differenzierung nach Problemen im „Grundlegenden Bereich“ und im Regelbereich.

Ein daran anknüpfender Förderfahrplan zeigt auf, wo genau eine systematische Rechtschreibförderung ansetzen müsste und in welcher Reihenfolge die einzelnen Felder bearbeitet werden sollen. Bereits nach der Diagnose können Schüler miteinander im Sinne einer Gruppendiagnose verglichen werden. Auch können Schüler mit ähnlichen Förderschwerpunkten zu Fördergruppen zusammengefasst werden.

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