26.02.16

6. April: Niedersächsischer Beratungslehrerkongress 2016

Mit dem Lernserver der Uni Münster: „Rechtschreibung verstehen, erforschen und üben.“ Vom förderdiagnostischen Instrument zu bewährten Konzepten aus der Unterrichtspraxis


 

Der Anspruch eines jeden jungen Menschen auf individuelle Förderung ist seit geraumer Zeit in allen Bundesländern verankert. Gleichwohl aber stellt die praktische Einlösung dieses Rechts Lehrkräfte vor kaum zu bewältigende Herausforderungen. Umso wichtiger wird das Erforschen und Erproben von geeigneten Unterstützungsmöglichkeiten.

Mit Blick auf die zentrale Bedeutung gerade der Rechtschreibleistungen für die Entwicklung eines eigenen, konsistenten Selbstbilds ebenso wie für eine erfolgreiche Teilhabe der Kinder an Schule und Gesellschaft wurde mit dem Lernserver der Uni Münster ein förderdiagnostisches Instrument entwickelt, das Lehrkräfte dabei unterstützt, den (scheinbaren) Widerspruch zwischen Heterogenität und individueller Förderung im Rechtschreibunterricht so weit als irgend möglich konstruktiv aufzulösen.

Wie die Verzahnung von Diagnose und passgenauer Förderung genau funktioniert und wie sich mit Hilfe intensiver Beratungs- und Unterstützungsangebote des Lernserverteams flexible Förderszenarien für unterschiedlichste Konstellationen finden lassen, ist Gegenstand des Workshops.

Prof. Dr. Friedrich Schönweiss

Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Arbeitsbereich Neue Technologien im Bildungs- und Sozialwesen / Medienpädagogik Lehrgebiet: Erziehungswissenschaft; Bildungsforschung, Medienpädagogik, Computergestütztes Lehren und Lernen, Förderdiagnostik

Nadine Reuter (Dipl. Päd., wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin)

Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Arbeitsbereich Neue Technologien im Bildungs- und Sozialwesen / Medienpädagogik

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Vorgestellt werden ebenfalls die beiden neuen Lernserver-Lesetests (TeDeL) zur Dekodierung und Leseleistung für die 1. bis zur 5. Klasse:

Ihre Besonderheit liegt darin, dass sie bereits in den beiden ersten Klassen untersuchen, ob die Schüler dazu in der Lage sind, Silben zu erlesen und die Signale der Akzentschreibung (ie, h, Dopplung) für die Aussprache der langen und kurzen Vokale zu erkennen. Des Weiteren wird geprüft, in welcher Kompetenzstufe Schüler Texte nach ihren Sinnstrukturen erfassen. Der Lernserver-Lesetest (TeDeL) ist derzeit das einzige Verfahren, das bereits ab Mitte der 1. Klasse einsetzbar ist und das in den Klassen 3 bis 5 neben einem Verständnis für diskontinuierliche Texte auch das Erkennen der langen und kurzen Vokale beim Leseprozess untersucht. Die Lesematerialien bieten, individuell abgestimmt auf die Diagnose, für jede Lesestufe persönliche Übungen zum Silbenlesen, Satzlesen und Sinnverstehen von Texten.

Uwe Findeisen M.A. (Institut für Legasthenie- und Lerntherapie, Bonn)

 

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