3.05.16

Neu! Online-Förderung für Jugendliche (MRA 7+)


Die individuelle Rechtschreibförderung jetzt auch für Jugendliche und junge Erwachsene!

LSJ

Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass spätestens am Ende der 6. Klasse alle Schüler ausreichend rechtschreiben können. In der Praxis bewahrheitet sich diese Annahme jedoch nicht: Es gibt sehr viele Jugendliche, insbesondere auch Lerner mit anderer Muttersprache, die trotz jahrelanger Unterrichtung noch große Probleme mit der Schrift wie auch dem raschen Erfassen von Texten haben. Ihnen muss geholfen werden, da das (Recht-) Schreiben wie auch das damit verbundene Lesen zur wichtigsten Kulturtechnik der westlichen Welt zählt; sie ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, sich in unserer schriftzentrierten Gesellschaft einen Platz zu sichern und einen adäquaten Beruf ergreifen zu können.

Bisher jedoch fehlten für eine sinnvolle Unterstützung von älteren Schülern die geeigneten Materialien – eben weil die Rechtschreibung ab der 7. Klasse nicht mehr explizit im Lehrplan vorgesehen ist. Auf vielfachen Lehrerwunsch und weil wir es für eine notwendige Sache halten, haben wir diese Lücke nun geschlossen:

Ab sofort bietet der Lernserver auch für Schüler der höheren Klassen die bewährte individuelle Förderung inklusive Grundlegendem Bereich an.

Das Verfahren ist das gleiche wie bei den bereits vorhandenen Förderstufen:

  • Durchführung des Lückentests (MRA, Stufe 7+),
  • Eingabe der Fehlschreibungen in das Lernserver-System,
  • Diagnose der Rechtschreibleistung,
  • Zusammenstellung der Übungen als PDFs „auf Knopfdruck“ für jeden Schüler individuell (auch Gruppenförderung ist möglich).

Für Lehrer, Förderkräfte, Eltern oder die Lerner selbst bedeutet dies eine große Entlastung:

  • Kein mühsames und langwieriges Suchen mehr nach passenden Aufgaben, sondern entspanntes Arbeiten nach einem sinnvollen Förderplan.
  • Die Sicherheit, dass alle im Test ersichtlichen rechtschreiblichen Probleme und Unsicherheiten berücksichtigt werden. Somit auch „Anfängerfehler“, die auf mangelndes Basiswissen schließen lassen und durch die ausführliche Aufarbeitung des Grundlegenden Bereichs behoben werden können.
  • Aufbau von Hintergrundwissen: In den Lösungen zu jedem Aufgabenblatt werden zusätzlich Hinweise zur Didaktik, Wissenswertes zum jeweiligen Thema, Vorschläge zu vertiefenden Übungen und häufig zusätzliches Wortmaterial angeboten.

Das Fördermaterial 7+ ist dort, wo es möglich und sinnvoll ist, auf die Lebenswelt und die Interessen von Jugendlichen abgestimmt: Es geht um Musik, Filme, Wissenschaft, Beziehungen, Freundschaft, Liebe, Schule, Beruf, Sozialverhalten, Politik, Ernährung, Gesundheit, andere Kulturen und vieles mehr.

Eingebettet sind die Themen in verschiedene Übungsformen wie beispielsweise in Lückentexte, Erzählungen, Dialoge, Diktate oder Denkaufgaben.

Trotz der motivierenden Themenvielfalt und der unterschiedlichen Übungsformen kommt die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem eigentlichen „Problem“, der Rechtschreibung, nicht zu kurz. Im Gegenteil: Es geht wie immer beim Lernserver auch bei der Förderung 7+ um das Verstehen der Sache, also um das Entdecken von Prinzipien, um das Durchschauen von Gesetzmäßigkeiten, um das Erkennen von Strukturen und nicht zuletzt um sinnvolle Strategien, die den Lernenden dazu in die Lage versetzen, sich die Schreibung unbekannter oder wieder vergessener Wörter selbst herzuleiten.

Diese kognitive Herangehensweise bietet eine verlässliche Alternative zum reinen Einprägen des Wortbildes. Die Automatisierung des Gelernten erfolgt mithilfe unterschiedlicher vertiefender Übungen. Zusätzlich werden jene Wörter als „Ausnahmen“ bzw. „Merkwörter“ aufgelistet und durch Tipps zum Lernen ergänzt, die sich der jeweiligen gelernten Regel entziehen.

Informelle Tests nach jedem durchgearbeiteten Lernthema geben Aufschluss über das, was der Schüler gelernt hat und nun bereits sicher anwenden kann oder wo er noch weitere Unterstützung braucht.

 

Unzureichende Rechtschreibleistungen bei älteren Schülern, aber auch bei Lernenden mit einer anderen Muttersprache, stellen eine große Hürde dar: es wird dadurch besonders schwer, sich in unserer nach wie vor schriftzentrierten Gesellschaft einen Platz sichern zu können, sich kontinuierlich weiterzubilden und einen geeigneten, interessanten Beruf zu ergreifen.

Auch gibt es nicht wenig Erwachsene, ob nun "funktionale Analphabeten" oder Rechtschreibreform-Verunsicherte, die es leid sind, sich mit ihren größeren oder kleineren Lücken in Alltag oder Beruf zu arrangieren.

Immer häufiger erreichte uns der Wunsch, die bewährte Lernserver-Förderdiagnostik auszubauen und altersadäquate Diagnose- und Fördermaterialien vorzulegen.

Einen ersten, wichtigen Schritt hatten wir mit der "Münsteraner Rechtschreibanalyse 7+" vorgenommen. Mit dieser gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit, auch über die sechste Klasse hinaus eine präzise Ermittlung des jeweiligen Leistungsstands vorzunehmen. Ebenso wie bei den übrigen MRA-Stufen (für die Klassen 1/2 bis 6) sorgt das Zusammenspiel einer computergestützten Analyse mit der Expertise von Sprachwissenschaftlern und Lerntherapeuten dafür, dass diese individualisierte Diagnose samt daraus generiertem Förderplan ihresgleichen sucht.