Haben Sie eine Frage zum Lernserver?

Vielleicht haben wir sie schon beantwortet. Hier finden Sie eine Auflistung von häufig gestellten Fragen rund um den Lernserver und die dazugehörigen Antworten.
Und sollte doch einmal eine Frage bleiben, dann melden Sie sich einfach bei uns.

 

Allgemein

Was leistet der Lernserver? Was zeichnet ihn aus?

Mit dem Lernserver der Uni Münster wurde es erstmals ermöglicht, Diagnose und individuelle Förderung miteinander zu verzahnen.

a) Diagnose

Lehrkräfte können sich rasch ein präzises Bild über die Rechtschreibkompetenzen ihrer Schüler verschaffen: Neben absoluten Aussagen über den Leistungsstand (Prozentrang) erhalten sie eine qualitativ hochwertige Analyse der Fehlschreibungen (abgebildet im Leistungsprofil) und einen individuellen oder auf Gruppen bezogenen Förderplan.

b) Förderung

Abgeleitet aus der Fehleranalyse werden für einzelne Kinder oder Fördergruppen passgenaue Fördermaterialien zusammengestellt. Diese sind abwechslungsreich, motivierend und unterstützen unterschiedliche Lerntypen und -szenarien. Lösungen und eine Fülle an didaktischen Hinweisen unterstützen die Lehrkraft bzw. helfen, auch beim Hinzuziehen Dritter die Qualität zu sichern. Der Lernserver der Uni Münster liefert hinsichtlich der Rechtschreibung einen zuverlässigen Überblick über die Stärken und Schwächen eines Kindes. Die Tests für die Klassen 1 bis 10 beruhen auf Wörtern, die den allgemein gültigen Wissensstandards zugrunde liegen, und fragen jedes Rechtschreibphänomen ab, das in der jeweiligen Klassenstufe bewältigt werden können sollte. Bei der Analyse der Rechtschreibkompetenzen wird mehrgleisig verfahren:

  1. Das Normierungsmodul (z.Z. für die Klassen 1-6) ermöglicht objektive statistische Aussagen über den Leistungsstand, indem der ermittelte Prozentrang die relative Leistung bzw. die relative Stellung anzeigt, die ein Kind bezüglich des bundesdeutschen Durchschnitts einnimmt. Hilfreich sind diese Informationen für Entscheidungen, die z.B. folgende Punkte betreffen:
    • eine Empfehlung für die Schullaufbahn
    • eine Teilnahme an LRS-Förderkursen
    • Anträge zur Kostenübernahme von außerschulischen Fördermaßnahmen
  2. Dieses rein rechnerische Rangmaß wird ergänzt durch eine individuelle Förderempfehlung, damit schnell erkannt werden kann, welches Kind keine Förderung nötig hat, welches beobachtet werden sollte, welches eine Unterstützung braucht, die aber noch in der Schule innerhalb des Klassenverbands durchgeführt werden kann, welches in Kleingruppen in separaten Förderstunden seine Defizite aufarbeiten dürfen sollte oder bei welchem dringend lerntherapeutische Begleitung von geschulten Fachkräften geboten ist.
  3. Drittens – und das ist unser Hauptanliegen – wollen wir Auskunft darüber geben, welche rechtschreiblichen Teilbereiche vorliegen, die vom Kind noch nicht vollständig verstanden oder automatisiert worden sind. Wir versuchen deshalb anhand der Fehlschreibungen herauszufinden, wo genau ein Kind "hängengeblieben" ist, so dass es auch den weiteren Weg nicht erfolgreich gehen konnte. Eine solche Analyse setzt voraus, dass nicht nur die Quantität der Fehler, sondern vor allem ihre Qualität betrachtet wird.

Die Diagnose des Lernservers beruht auf einem mehrstufigen förderanalytischen Verfahren. Aus der Feinanalyse von Fehlern kann entnommen werden, was Kinder bereits beherrschen und welche gezielten Unterstützungsmaßnahmen erforderlich wären. Diese Schlussfolgerungen sind sachlich-inhaltlicher Natur, d.h. sie

  • sind rechtschreibsystematisch begründet,
  • registrieren und interpretieren Abweichungen von Prinzipien und Regularitäten der Schriftsprache,
  • betreiben "Ursachenforschung" hinsichtlich dessen, was das Kind sich bei diesem und jenem Fehler gedacht und welche Strategie es verfolgt haben könnte (sie verzichten also auf ätiologische und kausalpsychologische Deutungen).

Aufbauend auf dieser ausdifferenzierten Diagnose wird ein individueller Förderplan erstellt, zu dem auch passgenaue Fördermaterialien angeboten werden. Die Materialien bestehen u.a. aus Hör- und Sprechübungen, schriftlichen Aufgaben und Lernspielen, die die Freude an der Rechtschreibung (wieder) erwecken und sowohl Sprachgefühl als auch Sprachverständnis fördern sollen.

Außerdem wurde die Möglichkeit geschaffen, auf Basis der Diagnoseergebnisse nach inhaltlichen Kriterien Gruppen zu bilden. Für diese können ebenfalls genau abgestimmte Förderunterlagen bereitgestellt werden (optional in komprimierter, auf zentrale Förderschwerpunkte angepasster Form).

 

Was ist die MRA (Münsteraner Rechtschreibanalyse)?

Die Tests der Münsteraner Rechtschreibanalyse (MRA) bestehen aus altersadäquaten Lückendiktaten, die als zusammenhängende Geschichten konstruiert sind. Die Kinder füllen sie handschriftlich nach Diktat aus (ab dem Test 3/4 ist auch eine Online-Testdurchführung möglich). Die Lehrkraft (oder ein Elternteil) gibt anschließend die Fehlschreibungen online über eine bequeme Eingabemaske in das System des Lernservers ein. Daraufhin erfolgt die Diagnose der Rechtschreibleistung binnen weniger Sekunden. Die Form des Lückentextes ermöglicht es, die bereits vorliegenden Kompetenzen der Kinder gezielt zu erfassen und zudem sicherzustellen, dass Fehlerhäufigkeiten und -schwerpunkte sowohl quantitativ als auch qualitativ analysiert werden können. Zusätzliche Informationen, z.B. über Verfassung, Motivation, Schrift und Konzentration, runden das diagnostische Bild ab. Um ein möglichst stimmiges und hinsichtlich der Rechtschreibfertigkeiten eines Kindes vollständiges Bild zu erhalten, liegen unserer Diagnose über 230 verschiedene Fehlerkategorien zugrunde. Damit lassen sich hinsichtlich der Fehlerarten eindeutige Aussagen treffen. Diese weit gefächerten Einzelkategorien werden im Leistungsprofil des jeweiligen Kindes gebündelt und übersichtlich zur Verfügung gestellt. Dabei unterscheiden wir zwei große Bereiche: den Grundlegenden Bereich und den Regelbereich. Der Grundlegende Bereich wiederum ist aufgegliedert in

  • "Ausfertigung",
  • "Wahrnehmung",
  • "Speicherung".

Der Regelbereich besteht aus

  • "Kennzeichnung von Länge und Kürze" (u.a. Dopplung und Dehnung),
  • "Morphologische Orientierung" (z.B. Umlautableitung, Auslautableitung)
  • "Weitere Aspekte der Wortschreibung" (wie Groß- und Kleinschreibung, ähnliche Buchstabengruppen, Schreibung an Nahtstellen).
Kann der Lernserver eine LRS oder Legasthenie diagnostizieren?

Der Lernserver liefert mit der Münsteraner Rechtschreibanalyse (MRA) die Grundlage für die Entscheidung, ob ein Kind unter einer Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) leidet.

Mehr Informationen dazu...

In welcher Form wird das Fördermaterial zur Verfügung gestellt?

Auf Basis der Diagnose eines eingegebenen MRA-Tests gibt es zwei Möglichkeiten der Förderung: die individuelle oder, im Fall des Zusammenfassens von mehreren Schülern, die Gruppenförderung. Bei beiden Varianten werden die Fördermaterialien in Form von PDF-Dokumenten zum Download und Ausdruck im jeweiligen Lernserver-Portal bereitgestellt. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit (OPTIONAL!), das Material in ausgedruckter Form als individuelles bzw. als Gruppen-Förderbuch zu bestellen, sowie als Förder-CD, auf der die Förderdokumente gespeichert sind. Die Förderunterlagen können Sie mit den Schülern besprechen, von ihnen in Einzel- oder Partnerarbeit sukzessive studieren und bearbeiten lassen oder zum Üben, Festigen und Vertiefen mit nach Hause geben. Wie beim Test ist es uns auch bei den Fördermaterialien wichtig, dass das Handschriftliche nicht zu kurz kommt. Hinweis: Das Material kann NICHT direkt am Computer bearbeitet werden!

Was hat es mit der Normierung auf sich?

Unsere Lernserver-Normierung ist das Ergebnis der Auswertung einer repräsentativen Auswahl von rund 70.000 im Klassenverbund erhobenen Förderdiagnosen, die zwischen 2005 und 2008 im Rahmen der Münsteraner Rechtschreibanalyse (MRA) an deutschen Grund- und weiterführenden Schulen durchgeführt wurden.

Auf Basis der MRA-Teststufen 1/2, 2/3, 3/4, 4/5 und 5/6 ermöglicht dieses Modul signifikante Aussagen über den absoluten Leistungsstand eines Kindes. Die Besonderheit der Lernserver-Normierung liegt hierbei jedoch in der komplementären Aufbereitung quantitativer und qualitativer Aussagen über Leistungsstand und Förderbedarf: Die Lernserver-Kennziffern ermöglichen weitestgehend objektive statistische Aussagen. Bei den Kennziffern handelt es sich um Prozentränge, die die mit einer bestimmten Fehlerzahl erreichte relative Leistung in Form dynamisch generierter Skalen visualisieren. Dieses rein statistische Rangmaß wird abschließend durch eine individuelle Förderempfehlung ergänzt, die auf zu beobachtende oder zu fördernde Schwächen hinweist, welche im ausgewiesenen Fehlerbereich zum Tragen kommen.

Abgerundet werden die beiden Kennziffern und die Förderempfehlung durch symbolische Ampeln, die eine sofortige Einordnung sowohl der Rechtschreibkompetenz als auch des Förderbedarfs erlauben.

(Hinweis: Die Teststufe 7+ ist noch nicht normiert.)

Was mache ich, wenn ich das Passwort vergessen habe?

Wenn Ihnen doch Ihre Zugangsdaten abhandenkommen, melden Sie sich bitte bei uns. Per Mail unter info@lernserver.de oder telefonisch unter 0251 / 83-28409. Es werden dann neue Zugangsdaten für Sie erzeugt.

Was mache ich, wenn ich meine Kennung (Benutzerdaten) vergessen habe?

Dies kann ja vorkommen. In solchen Fällen melden Sie sich bitte bei uns, und zwar per Mail unter info@lernserver.de oder telefonisch unter 0251 / 83-28409.

Wie kann ich meine persönlichen Daten ändern?

Ihre Benutzerdaten können Sie ganz einfach selbst ändern. Loggen Sie sich dafür in Ihr Lernserver-Portal ein und klicken Sie auf „Verwaltung“. Dort finden Sie den Verweis „Profil“. Hier können Sie unter „Anschrift“ und „Kontaktdaten“ Ihre persönlichen Daten ändern.

Benutzername und Passwort funktionieren nicht

Funktionieren Ihre Zugangsdaten nicht, so setzen Sie sich bitte mit uns telefonisch unter 0251 / 83-28 409 oder per Mail (info@lernserver.de) in Verbindung. Das Lernserver-Team hilft Ihnen dann selbstverständlich gerne weiter.

Was ist ein Kontingent?

Ein Kontingent ist ein Guthaben in Ihrem Lernserver-Portal. Es gibt verschiedene Kontingente, und zwar für folgende Leistungen:

a) Diagnose:

Damit haben Sie die Möglichkeit, einen Test in Ihrem Portal einzugeben und auswerten zu lassen. Es wird Ihnen ein Leistungsprofil zur Verfügung gestellt, in dem alle Fehlschreibungen einzelnen Kategorien zugeordnet werden. Des Weiteren wird das Ergebnis des Tests in einem Normierungsrahmen angezeigt, so dass Sie auf einen Blick sehen, wie die Leistungen des Kindes einzuordnen sind. Es wird eine individuelle Förderempfehlung gegeben. Abschließend wird ein Förderplan erstellt (Übersicht über die Förderschwerpunkte).

b) Online-Förderung:

Mit einem solchen Kontingent können Sie sich entsprechend der Diagnose passgenau die benötigten Fördermaterialien für ein Kind zusammenstellen lassen. Neben abwechslungsreichen Arbeitsblättern und Lösungen erhalten Sie zahlreiche didaktische Hinweise, Anregungen für den (Förder-)Unterricht, Lernspielideen etcpp. Die Materialien werden als PDF-Dateien zur Verfügung gestellt. Beachten Sie dabei, dass die Arbeitsblätter noch ausgedruckt werden müssen.

c) Gruppenförderung:

Wenn Sie Schüler in (Klein-)Gruppen fördern möchten, können Sie diese nach erfolgter Testung nach unterschiedlichen Kriterien zusammenfassen. Hierfür müssten Sie zunächst die Gruppen anlegen (siehe „Hilfe“ im Portal unter „Gruppenförderung“). Neu: Um Schulen zu ermöglichen, nicht aus Kostengründen zu große Fördergruppen bilden zu müssen, haben wir uns dazu entschlossen, unabhängig von der Zahl der Fördergruppen je Klasse (bis 30 Schüler) lediglich ein Kontingent zu berechnen. Somit können Sie mehrere kleinere – und somit didaktisch sinnvollere – Fördergruppen bilden. Künftig wird also unabhängig von der Anzahl der Teilgruppen (und damit der Gruppengröße) für die gesamte Klasse/Fördergruppe nur noch ein Kontingent benötigt. Der in Ihrem Portal voreingestellte und für Schüler mit erhöhtem Förderbedarf empfohlene Umfang der Teilgruppen liegt ab jetzt bei 4 Schülern. Wir möchten Ihnen damit ermöglichen, Ressourcen freizustellen, damit Kinder mit intensivem individuellen Betreuungs- und Förderbedarf die erforderliche Unterstützung erhalten können.

d) Förderbuch:

Wenn der Ausdruck der Fördermaterialien (Online-Förderung) zu viel Zeit in Anspruch nimmt oder den Druckkosten-Etat zu übersteigen droht, können Sie Kontingente für Förderbücher freischalten lassen. Der Ausdruck wird dann von einer mit uns kooperierenden Druckerei vorgenommen. Die Förderbücher können von Ihnen selbst in Ihrem Portal angefordert werden. Beachten Sie, dass die Portaladresse als voreingestellte Lieferadresse hinterlegt ist. Diese können Sie jedoch abändern. Ferner ist der Druck auf doppelseitig voreingestellt.

Wie kann ich Kontingente bestellen?

Es gibt verschiedene Wege, um Kontingente beim Lernserver Institut - Verlag für Bildungsmedien zu bestellen: Über den Webshop (www.lernserver-shop.de), telefonisch, per Mail oder selbst aus dem eigenen Portal heraus.

  • Telefonisch via Anrufbeantworter: Hinterlassen Sie Ihre Bestellung unter 03212 / 3211121 (auch für Fax-Bestellungen).
  • Per Mail: Melden Sie sich unter bestellung@lernserver-shop.de und geben Sie Ihre Bestellung auf.
  • Selbstverbuchung aus dem Portal heraus: Wenn es einmal schnell gehen soll, haben Sie die Möglichkeit, selbst Kontingente in Ihrem Portal hinzuzubuchen. Bitte gehen Sie wie folgt vor:
    • Klicken Sie auf „Verwaltung“
    • Klicken Sie auf „Buchungen“
    • Klicken Sie auf „Kontingente anfordern“
    • Vervollständigen Sie ggf. Ihre Profilangaben
    • Setzen Sie einen Haken bei „Hiermit erkenne ich die Bedingungen an“ – die Preise sind direkt über dem Hinweis einsehbar
    • Klicken Sie auf „Kontingente kaufen“
    • Geben Sie die Anzahl der gewünschten Kontingente ein
    • Klicken Sie auf „Bestellen (kostenpflichtig)“

Beachten Sie bitte, dass eine Rechnung folgen wird. Diese wird immer am Monatsanfang des Folgemonats der Bestellung erstellt. Ferner können nur Administratoren eines Portals selbst Kontingente buchen.

Wie lese ich das Leistungsprofil?

Das Leistungsprofil ist zunächst einmal grob unterteilt in einen Grundlegenden Bereich und in einen Regelbereich. Die einzelnen aufgeführten Fehlerkategorien wurden zusammengefasst und beinhalten eigentlich über 230 Feinkategorien, die wir aus Gründen der Übersichtlichkeit an dieser Stelle nicht alle aufführen. Inhaltlich bedeuten die Überschriften Folgendes:

Grundlegender Bereich:

Akustische Durchgliederung:
Hier handelt es sich um die Fähigkeit, alle Laute aus dem (gesprochenen) Artikulationsstrom herauszufiltern und in richtiger Richtung und Reihenfolge, ohne Auslassungen und Hinzufügungen oder Buchstabenverdrehungen zu Papier zu bringen. Schreibanfänger lassen häufig Vokale aus, weil diese im Mund nicht so gut spürbar sind ("Lmnade" statt "Limonade"), oder sie schreiben in ihrem Bemühen, tatsächlich alle Laute zu Papier zu bringen, die sie hören, "Khather" statt "Kater" (der Hauch nach dem Plosivlaut wird mitverschriftet) oder "Kristijan"" statt "Christian". Bei Konsonantenhäufungen geschieht es häufig, dass die Buchstaben verdreht hingeschrieben werden: "mekren" statt "merken".
Fehlende Doppelkonsonanten oder fehlendes Dehnungs-h zählen hier nicht dazu. Wenn also ein Kind "Bal" schreibt, hat es alle hörbaren Laute korrekt verschriftet. Das fehlende zweite "l" ist ein Regelfehler und zählt nicht zur akustischen Durchgliederung.

Akustische Differenzierung:
Hier geht es um Verwechslungen ähnlich klingender Laute wie m und n, f und pf, f und w, b und p, s und ß, o und u, s und sch usw. Das heißt, die Fehler beziehen sich auf falsch gehörte Laute. Die meisten Fehlerquellen sind hier im Bereich Plosivlaute (d-t, g-k, b-p) angesiedelt. Auch s und ß werden häufig nicht korrekt gesprochen und demzufolge auch nicht richtig verschriftet.

Optische Differenzierung:
Im Gegensatz zur akustischen Differenzierung geht es bei der optischen um ähnlich aussehende Buchstaben, die das Kind entweder undeutlich schreibt oder sich vom Schriftbild her schwer merken kann: d-b, m-w, ei-ie und so weiter. Viele Kinder haben den Abstraktionsschritt noch nicht vollzogen, dass es bei unseren Graphemen tatsächlich darauf ankommt, ob der Bogen rechts oder links vom Strich sein muss oder ob die Öffnung nach unten oder nach oben geht. Berühmtes Beispiel: Eine Tasse ist immer als Tasse erkennbar, egal ob nun der Henkel rechts oder links ist. Bei Buchstaben ist das eben nicht der Fall, vgl. d und b.

Speicherung eines Mehrfachgraphems:
Mehrfachgrapheme haben die Eigenart, anders geschrieben als gesprochen zu werden: /kw/ = qu; /schp/ = sp, /ts/ = z usw. Hier entstehen Wortgebilde, die vom Lautlichen her zwar korrekt verschriftet werden, aber eben nicht mit den eigentlichen Graphemen übereinstimmen, also Kwelle statt Quelle, Tsaun statt Zaun, Loite statt Leute.

Kinder, die noch im Grundlegenden Bereich, der ja den Sockel des Schriftspracherwerbs darstellt, Schwierigkeiten haben, sollten erst einmal in einem geschützten Bereich in Ruhe ihre Defizite aufarbeiten können. Es ist ganz wichtig, dass an der Basis ausreichende Sicherheit besteht, bevor der Regelbereich in Angriff genommen wird. Anderenfalls wäre das Kind völlig überfordert, denn wenn es noch damit beschäftigt ist, alle Laute, die es hört, in der richtigen Reihenfolge in Zeichen umzusetzen, kann man ihm noch nicht die komplizierten Prinzipien der verschiedenen Dehnungszeichen zumuten.

Regelbereich:
Kennzeichnung von Länge und Kürze
Hier ist der Stammvokal bzw. der betonte Vokal innerhalb eines Wortes gemeint, der lang oder kurz gesprochen werden kann und dem eine entsprechende Anzahl von Konsonanten folgt. Innerhalb der Dehnung können auch noch das h, der Doppelvokal oder das ie als Rechtschreibphänomene auftreten. Fehler in diesem Bereich sind sehr häufig und zeigen, dass ein Kind noch nicht ganz verstanden hat, wann und warum ein Konsonant gedoppelt oder ein Dehnungszeichen geschrieben werden muss.

Morphologische Orientierung
Hier geht es um die Fähigkeit, die Wortbedeutung zu erschließen und/oder ein Wort in seine einzelnen Wortbausteine zu durchgliedern und dann anhand der Grundwörter die richtige Schreibung herauszufinden. Ein Beispiel: Hände wird mit „ä“ geschrieben, weil ein Wortverwandter mit „a“ existiert, nämlich Hand.

Weitere Aspekte der Wortschreibung
Groß- Kleinschreibung und Getrennt- und Zusammenschreibung sollten keiner weiteren inhaltlichen Erklärung bedürfen.

Fehleranzahl:
Es wird die Anzahl der Fehler ermittelt, die ein Kind im Test gemacht hat, wobei es sowohl um die quantitative als auch in besonderem Maße um die qualitative Bewertung geht. Die Gesamtfehlersumme, die sich aus allen Fehlerstellen im Wort zusammensetzt, und die Art und Häufigkeit der Fehler in den einzelnen Kategorien ist der Maßstab für das mögliche folgende Förderangebot.
Die Kategorien, in denen keine Fehler auftauchen, werden als nicht förderwürdig bewertet.

Die Ziffern rechts neben den einzelnen Kategorien geben die Fehlerzahl in eben diesen Kategorien an.
Die Gesamtfehlersumme jedoch bezieht sich auf die Anzahl der Fehler an einzelnen "Stellen" im Wort. Dies kann ein Buchstabe, aber auch ein Mehrfachgraphem sein. Das heißt, wenn z.B. "ch" oder "qu" nicht richtig verschriftet wurden, wird prinzipiell immer nur ein Fehler angerechnet, egal wie kreativ die Verschriftung ausgefallen ist.

Die Tortendiagramme verbildlichen die Aufteilung der Fehler und das Verhältnis zwischen Schwierigkeiten im Grundlegenden Bereich und im Regelbereich. Die Kürzel lassen sich anhand der Legende am Ende erschließen.

Informationen zur Lernserver-Normierung finden Sie unter: „Was hat es mit der Normierung auf sich?“

Sie sehen: Sie erhalten für Ihr Kind eine umfassende Information hinsichtlich seines Förderbedarfs in Sachen Rechtschreibung. Ob darüber hinaus Probleme bestehen, die im Rahmen einer intensiveren Förderung angegangen werden müssten (z.B. Förderung der Rechtschreibung in Kombination mit Logopädie, Ergotherapie oder Psychotherapie), muss im Einzelfall zusätzlich abgeklärt werden. Auch muss geprüft werden, ob eine Vorstellung etwa beim Pädaudiologen oder beim Augenarzt sinnvoll ist.

Was ist Legasthenie?

Legasthenie bedeutet: Probleme beim Erlernen von Lesen und Schreiben.

Erfahren Sie mehr dazu...

Hinweise zum Umgang mit dem Material

1) Unser Anliegen ist es, Ihnen eine umfassende, systematische Förderung Ihres Kindes zu ermöglichen.

Mit unserem Fördermaterial sollen Sie in die Lage versetzt werden, sämtliche Bereiche der Rechtschreibung mit Ihrem Kind angehen zu können, bei denen es Unterstützung benötigt.

Auch wenn unsere Diagnose nur eine Momentaufnahme darstellt, können wir uns doch ziemlich genau ein umfassendes Bild von den Stärken und Schwächen des Kindes machen. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass wir bei der Analyse der Fehlschreibungen dem Computer nicht das letzte Wort überlassen. Jeder einzelne Fehler wird als Denkleistung ernstgenommen und von unseren Sprach- und Förder-Experten als Auskunftsmittel dafür genutzt, die Förderung so gut wie nur irgend möglich auf das jeweilige Kind abzustimmen.

Gleichzeitig wird unser Diagnose- und Fördersystem permanent fortentwickelt und ‚wächst’ mit jeder neuen, kreativen Fehlschreibung der Kinder und ihrer sprachwissenschaftlichen wie förderdiagnostischen Analyse.

Die im Leistungsprofil aufgeführten Bereiche bilden die Komplexität unseres flexiblen Diagnose- und Fördersystems in reduzierter Form ab. Die eigentliche Förderung ergibt sich aus dem Zusammenspiel zahlreicher Variablen und „Schrauben“ (zurzeit sind es über 230 Fehlerkategorien), mit denen der Förderbedarf für jedes Kind neu ermittelt wird.

Überdies arbeiten wir nicht symptom-orientiert. Um in einzelnen Bereichen wirklich Sicherheit schaffen zu können, müssen häufig erst einmal die erforderlichen Voraussetzungen hierfür hergestellt werden. Dies erklärt manche Förderschleifen, die oft weit über das aus dem Schulunterricht Bekannte hinausgehen.

2) Voraussetzung für die Förderung: Sicherstellen der Motivation

Gerade Kinder, die bereits zahlreiche schulische Misserfolge verarbeiten mussten, benötigen ein behutsames Heranführen an die Rechtschreibung. Dabei ist es keineswegs selbstverständlich, dass sich die Kinder mit großer Begeisterung womöglich nun auch noch zuhause oder ergänzend zum eigentlichen Unterricht mit der Rechtschreibung befassen. Um so wichtiger ist es, ihnen klarzumachen, dass sie mit Ihrer und unserer Hilfe einen wichtigen Bereich „erobern“ können, der womöglich bislang mit Angst besetzt war.

Machen Sie Ihrem Kind auch deutlich, wie sich über die Beherrschung der Schrift „die Welt erschließen“ lässt. Animieren Sie es dazu, viel zu lesen und zu schreiben.

Auch wenn immer mehr Eltern den Lernserver nutzen: Bevor Sie dabei Gefahr laufen, das Verhältnis zu Ihrem Kind unnötig zu belasten, überlegen Sie, ob Sie nicht besser eine Fachkraft hinzuziehen. Dies gilt vor allem dann, wenn sich Ihr Kind bereits im Teufelskreis Lernstörung verheddert haben sollte (und womöglich Verhaltensstörungen aufweist).

Welch große Rolle der Bezug auf Fehler und die Anerkennung der darin steckenden Denkleistungen spielt, ist in unseren Begleitmaterialien („Handbuch zur Rechtschreibförderung“) nachzulesen. Fehler sollten also nicht stigmatisiert werden! Vielmehr sollen Kinder Fehler machen dürfen – um aus ihnen mit Ihrer und unserer Unterstützung lernen zu können.

Oft sorgt schon der kleine Hinweis für Entlastung, dass es keinen Menschen auf der Welt gibt, der seinen Weg zur Schrift ohne jeden Fehler gemacht hat.

3) Noten bedeuten viel, sind aber nicht alles!

Sicher sind Noten nicht der Weisheit letzter Schluss. Dies gilt vor allem dann, wenn sie die inhaltliche Seite zu überlagern drohen. Leider bleibt vor allem Lehrern oft nicht die Zeit, die in den Fehlern der Kinder steckenden positiven Momente zu sehen. Aber genau dafür haben wir ja den Lernserver entwickelt.

Seien Sie Ihrem Kind dabei behilflich, sich zumindest eine gewisse Zeit von der Orientierung an einer Benotung frei zu machen. Nicht der Versuch von Fehlervermeidung sollte ihm als Haltung nahegelegt werden, sondern das gerade Gegenteil: Es sollte sich auf nichts anderes als den Inhalt einlassen, um so Schritt für Schritt zu einer eigenen Sicherheit kommen zu können – ganz so, als ob es die Sache mit der Rechtschreibung selbst erfunden hätte. Versuchen Sie also, Ihr Kind darin zu bestärken, sich auf die eigene Leistung zu besinnen und daraus sein Selbstbewusstsein zu schöpfen. Sehr rasch werden Sie beide feststellen, dass sich die Mühe lohnt. Und wenn dann nicht nur die Sicherheit in der Orthographie wächst, sondern sich deshalb auch immer bessere Noten einstellen, hat jeder gewonnen.

4) Schenken Sie Ihrem Kind viel Geduld!

Bitte bedenken Sie, dass ein Kind, das z.B. noch größere Schwierigkeiten im Grundlegenden Bereich aufweist, nicht in 5 bis 6 Wochen plötzlich fehlerfrei schreiben kann. Bringen Sie also viel Geduld mit, erwarten Sie keine Wunder und freuen sich zusammen mit Ihrem Kind auch über die ersten kleinen Erfolge. Gönnen Sie sich und dem Kind die Zeit, die es braucht, um sich mit Ihrer Hilfe Schritt für Schritt die Eigentümlichkeiten der Schrift zu erschließen. Umso sicherer ist der dauerhafte Erfolg. Nicht selten kann es ein, zwei Jahre dauern, bis der Knoten richtig platzt.

Natürlich ist es mit Geduld allein nicht getan; man muss schon auch etwas für den „Erfolg“ tun. Der Hinweis: „Die Rechtschreibschwierigkeiten wachsen sich schon mit der Zeit aus!“ ist deshalb nicht angebracht.

Auch die Hoffnung, dass es irgendwo im Gehirn einen „Schreib-Knopf“ oder „Lese-Hebel“ gibt, den man nur finden und drücken muss, ist verständlich, aber nicht wahrscheinlich.

Das Gleiche gilt für die vielen alternativen Ansätze wie z.B. das Training der auditiven Wahrnehmung, der Händigkeit, der Psychomotorik oder die Davis-Methode, die Cranio-Sacral-Therapie oder Hilfeversuche mit Prismenbrillen, Farbfolien oder Bachblüten. Einige dieser Angebote können zwar bei dem einen oder anderen Kind unterstützend wirken, sofern es in den angenommen Bereichen tatsächlich Defizite aufweist, aber sie ersetzen keinesfalls – und das ist empirisch belegt – das Arbeiten am Gegenstand, nämlich an der Schrift selbst.

5) Wichtig: Herstellen der erforderlichen Grundlagen

Es gilt, die Kinder „dort abzuholen, wo sie sich befinden“ und ihnen einen möglichst sanften Einstieg in ein oft genug mit Angst und Misserfolgserlebnissen besetztes Gebiet zu ermöglichen. Auch müssen oft erst überhaupt die Grundlagen für die nächsten Förderschritte geschaffen werden. Deshalb könnten manche Übungen auf den ersten Blick als zu leicht empfunden werden. Eltern und Kind sollten diese ‚leichten’ Aufgaben dennoch ernst nehmen; schließlich sind sie die Voraussetzung dafür, sich mit schwierigeren Dingen vertraut zu machen.

Bei allen Übungen, die Sie von uns erhalten, können Sie davon ausgehen, dass sie in Verbindung zu jenen Problemen Ihres Kindes stehen, die bei der Diagnose ermittelt wurden.

Alle Eltern oder Nachhilfelehrer, für die eine derart intensive, individuelle Förderung Neuland bedeutet, werden jedoch bald feststellen, dass sie ein immer besseres Gespür für die Förderung entwickeln. Sobald Sie also merken, dass sich Ihr Kind mit dem Verständnis einzelner Abschnitte leichter tun, können Sie natürlich selbst das Tempo der Förderung bestimmen und die Intensität, mit der Sie sich einzelnen Themen widmen.

6) Zur Reihenfolge der Förderung

Bei der Zusammenstellung der Fördermaterialien haben wir berücksichtigt, was Ihr Kind bereits kann und wo genau seine Schwierigkeiten liegen. Berücksichtigt wurde auch, welche Grundlagen noch fehlen und worin erst Sicherheit geschaffen werden muss, damit die Problembereiche erfolgversprechend in Angriff genommen werden können. Daraus ergibt sich eine stimmige Abfolge, an der Sie sich möglichst orientieren sollten. Sie erhalten also keine Einheitsförderung, sondern finden die Arbeitsblätter der Reihe nach für Ihr Kind geordnet vor.

7) Fühlen Sie sich bitte nicht von der Fülle an Arbeitsblättern erschlagen!

Bitte bedenken Sie, dass Sie von uns die Materialien für einen längeren Förderzeitraum erhalten.

Außerdem sind die Blätter normalerweise nur einseitig bedruckt und es schließen sich an fast jede Übung Lösungsblätter mit Hinweisen für die Förderbegleitperson an.

In der Regel wird pro Blatt auch nur eine Aufgabe angeboten, die Schrift ist groß und die Anordnung der Übungen übersichtlich gestaltet. Dies alles kommt Kindern mit Leseschwierigkeiten entgegen, denn diese fühlen sich erfahrungsgemäß mit engbeschriebenen Blattseiten nicht wohl.

Lassen Sie sich also bitte nicht durch den Papierstapel entmutigen! Dies gilt in besonderer Weise natürlich auch für Ihr Kind. Es sieht mehr aus, als es letztlich ist. Sinnvoll wäre es deshalb, wenn Sie Ihrem Kind nicht alle Dokumente auf einmal präsentieren würden, sondern sukzessive eine inhaltliche Sequenz nach der anderen gemeinsam erarbeiten. Die erledigten Übungen könnten dann in einem gesonderten Ordner oder in einer Mappe abgelegt werden.

8) Nicht jedes Arbeitsblatt ist gleich wichtig.

Damit Sie bei der Förderung immer ‚auf der sicheren Seite’ sind, haben wir uns dafür entschieden, Ihnen im Zweifelsfall lieber zu viel als zu wenig Material zukommen zu lassen. Etwas zu überspringen fällt immer leichter als nachträglich passende Unterlagen suchen oder gar erstellen zu müssen.

Selbst dann, wenn Ihr Kind in einzelnen Bereichen nur kleinere Schwierigkeiten erkennen lässt, erhält es für solche Gebiete Fördermaterial (zum Teil sog. „Kompaktüberblicke“).

Ein Teil der Materialien ist also optional. Sie können, aber müssen sie nicht immer und gleich intensiv bearbeiten. Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass auch in solchen Grenzfällen ein Förderstreifzug niemandem schadet, im Gegenteil.

Ein bisschen müssen wir aber auch an Ihr Gespür für Ihr Kind appellieren: Nur Sie können feststellen, welches Fördertempo Ihrem Kind guttut. Nur Sie können prüfen, ob es die zentralen Punkte eines Themas verstanden hat und der Rest weniger intensiv behandelt werden muss oder in Einzelfällen gar übersprungen werden kann. Und nur Sie bekommen mit, welche Übungen Ihr Kind selbstständig bearbeiten kann und bei welchen es Ihre Hilfe braucht.

9) Versuchen Sie, eine sinnvolle Balance zwischen Fordern und Fördern zu finden!

Es hängt von der Motivation, der Konzentrationsfähigkeit und der Tagesform Ihres Kindes ab, wie viele Übungen Sie ihm zumuten können. Dies können nicht wir aus der Ferne, sondern nur Sie entscheiden.

Generell ist es sinnvoll, wenn das Kind sich jeden Tag oder mindestens jeden zweiten Tag für eine halbe Stunde den Lernserver-Materialien widmet. Wenn das nicht funktioniert, sollte wenigstens zweimal in der Woche für mindestens eine Stunde an der Rechtschreibung gearbeitet werden. Wichtig ist aber auf alle Fälle die Regelmäßigkeit! Einmal ausgemachte „Lerntermine“ sollten von beiden Seiten eingehalten werden: vom Lehrenden und vom Lernenden. Wenn ein Kindergeburtstag oder Arztbesuch dazwischenkommt, muss die Stunde an einem anderen Tag nachgeholt werden. Unregelmäßige Förderstunden mit großen zeitlichen Abständen dazwischen bringen leider wenig bis nichts.

Bitte lassen Sie auch die Übungen nicht stur nacheinander abarbeiten, sondern versuchen Sie diese dafür zu nutzen, dass der betreffende größere oder kleinere Lernschritt auch wirklich verstanden wird. Auch wenn es unser gemeinsames Ziel ist, Kindern möglichst rasch dazu zu verhelfen, ‚automatisch’ richtig zu schreiben, spielt das „Weiß-warum“ dabei eine wichtige Rolle. Es macht deshalb einen großen Unterschied, ob ein Arbeitsblatt ‚nur’ fehlerfrei bearbeitet werden kann oder ob das Kind dafür auch noch eine Begründung zu liefern imstande ist.

10) Förderung von Jugendlichen und Schülern mit Migrationshintergrund

Seit einiger Zeit liegen unsere Diagnose-Instrumente und Fördermaterialien auch für Jugendliche ab der 7. Klasse und für junge Erwachsene vor.

Kinder mit Migrationshintergrund können in gleicher Weise mit dem Lernserver gefördert werden wie andere Kinder auch. Allerdings sollte darauf geachtet werden, ob diese Kinder nicht zusätzliche Unterstützung bräuchten, damit das erforderliche Sprachgefühl aufgebaut werden kann, das schließlich in der Schriftsprache abgebildet wird.

11) Zur Arbeit mit den Arbeitsblättern und den Lösungen

Die Anweisungen auf den Arbeitsblättern für das Kind sind absichtlich kurz gehalten, damit nicht unnötig viel Text die Motivation beeinträchtigt. Dafür beinhalten viele Lösungsblätter nicht nur die korrekten Antworten (die unter anderem eine Selbstkontrolle des Kindes bzw. Partnerarbeit ermöglichen), sondern auch erläuternde Hinweise und Erklärungen, die für Eltern und Kind gleichermaßen hilfreich sein können und die zum Teil gemeinsam erarbeitet, auf jeden Fall aber mit dem Kind besprochen werden sollten.

Die Arbeitsblätter sind eigentlich dafür gedacht, sie, soweit es eben geht und sinnvoll ist, GEMEINSAM mit dem Kind durchzuarbeiten. Das ist wesentlich effektiver, als das Kind in Stillarbeit Blatt für Blatt abarbeiten zu lassen und hinterher lediglich die Fehler zu verbessern.

Wichtig wäre, dass Sie Ihrem Kind gezielt Fragen stellen und auf seine Schwierigkeiten genau eingehen (manchmal reicht es aber schon zu fragen, warum es so und nicht anders geschrieben hat).

Auch sollten die ersten Blätter zu einem Thema gemeinsam erarbeitet werden.

Bei den vertiefenden Blättern allerdings, die dem Üben und Festigen dienen, ist es nicht verkehrt, sie von den Kindern selbstständig und allein bearbeiten zu lassen.

Die Förderdokumente, die Sie zum Abschluss eines Themenbereichs erhalten (z.B. Lückentexte), können als informelle Tests dafür genutzt werden, ob der gerade behandelte Gegenstand auch wirklich ‚sitzt’.

Hilfestellungen dürfen gegeben werden, z.B. die Erklärung eines für das Kind noch unbekannten Wortes.

12) „Lehrerblätter“

Es gibt eine Reihe von Arbeitsblättern mit der zusätzlichen Überschrift „Lehrerblatt“. Diese sind für die Hand des Betreuers gedacht, um ihn auf den jeweiligen Lernschritt einzustimmen. Sie enthalten zahlreiche Anregungen, wie der betreffende Abschnitt zusammen mit dem Kind erarbeitet werden könnte (Hörübungen, Spiele, Erklärungen etc.).

13) Machen Sie sich selbst kundig!

Damit Sie Ihrem Kind wirklich helfen können, legen wir Ihnen ans Herz, sich selbst einen Wissensvorsprung zu erarbeiten, der es Ihnen ermöglicht, das Kind auf die einzelnen Rechtschreibphänomene aufmerksam zu machen und ihm sachgemäße Antworten zu geben. Greifen Sie deshalb bitte unbedingt immer wieder auf unsere Begleitmaterialien zurück, um Ihrem Kind wirklich helfen zu können. Dringend möchten wir Ihnen empfehlen, das Kapitel II) unseres Handbuchs zur Rechtschreibförderung zu studieren, bevor Sie sich in die Arbeit stürzen. Sie sollten sich also vorab mit der Methodik vertraut machen und die wichtigsten Rechtschreibprinzipien beherrschen, um das Kind gelassen und sachlich richtig unterstützen sowie Fragen korrekt beantworten zu können.

14) Nutzen Sie das „Handbuch zur Rechtschreibförderung – Grundlagen und Förderpraxis“!

Nahelegen möchten wir Ihnen auch, aufbauend auf dieser Einstiegsqualifizierung diejenigen Passagen im „Handbuch zur Rechtschreibförderung“ zur Kenntnis zu nehmen, die sich mit den einzelnen Übungsthemen befassen. Damit stellen Sie sicher, dass Sie wissen, worum es in den einzelnen Lernabschnitten überhaupt geht. (Die Lernabschnitte sind erkennbar an den Überschriften der Arbeitsblätter.)

Vor allem dann, wenn die orthographischen Besonderheiten in Angriff genommen werden, sollten Sie mit dem Kind die Regeln vor einer Bearbeitung der Übungsblätter besprechen. In den Publikationen „Meine kleine Rechtschreibkunde“ (für die Stufe 3/4 bzw. 5/6) finden Sie diese in komprimierter Form.

Bitte achten Sie auch auf die zahlreichen in den „Lösungsblättern“ angebrachten Förderhinweise.

Und zum guten Schluss:

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind sehr herzlich, dass es sich Schritt für Schritt mit den Eigentümlichkeiten der Rechtschreibung vertraut macht, wieder Freude am Lesen und Schreiben findet und sich überhaupt so entfalten kann, wie es seinen Möglichkeiten und Interessen entspricht.

An einem Austausch mit Ihnen und den Kindern ist uns sehr gelegen. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung, Kritik und Verbesserungsvorschläge.

Schulen/Fördereinrichtungen

Welche Teststufe sollte ich für meine Schüler auswählen?

Die MRA (Münsteraner Rechtschreibanalyse) ist in sechs Teststufen erhältlich (1/2, 2/3, 3/4, 4/5, 5/6 und 7+). Für jeden Test wurden spezielle Brückenwortschätze entwickelt, die auf den curricularen Richtlinien aller Schulstufen und Schulformen basieren und Rückschlüsse auf die bereits vorhandenen Rechtschreibkompetenzen zulassen.

Es ist sinnvoll, immer zum Halbjahr eines Schuljahres den nächsthöheren Test durchzuführen:

Test 1/2: Ab dem letzten Drittel von Klasse 1 bis Mitte Klasse 2
Test 2/3: Ab Mitte von Klasse 2 bis Mitte Klasse 3
Test 3/4: Ab Mitte von Klasse 3 bis Mitte Klasse 4
Test 4/5: Ab Mitte von Klasse 4 bis Mitte Klasse 5
Test 5/6: Ab Mitte von Klasse 5 bis Ende Klasse 6
Test 7+:  Ab Anfang von Klasse 7

Die Einsatzzeiträume sind als Anhaltspunkte zu verstehen. Im Interesse einer bestmöglichen Förderung der Kinder sollte man die von uns genannten Empfehlungen nicht als unverrückbare Vorgabe ansehen. Unterrichtskonzepte wie die Zusammensetzung der Klassen und damit der mittlere Leistungsstand können sich massiv unterscheiden. Gerade in der ersten Hälfte der zweiten Klasse ist anzuraten, dass sich Lehrkräfte die Tests vor der Durchführung in Ruhe ansehen. Sie sollten prüfen, ob wirklich noch der leichtere Test der Stufe 1/2 angebracht ist; bei diesem wird primär ermittelt, ob die Laut-Zeichenzuordnung gefestigt ist. Sofern Sie jedoch bei Ihren Schülern bereits etwas Regelwissen erwarten dürfen, kann durchaus die Teststufe 2/3 herangezogen werden.

Individuelle Förderung oder Gruppenförderung?

Bei dieser Frage kommt es u.a. darauf an, welche Fördermöglichkeiten und -konzepte Sie im schulischen Kontext zur Verfügung haben.

Bei der individuellen Förderung werden für jedes Kind – auf den Fehlschreibungen des Tests basierend – individuelle Fördermaterialien in Form von Arbeitsblättern mit Lösungen, Erklärungen, Fördervorschlägen, Wortlisten, Spielideen, Hör- und Sprechübungen sowie zahlreichen weiteren Übungsformen zusammengestellt. Die Anzahl der Arbeitsblätter variiert stark, da sie sich danach richtet, welche und wie viele Fehler dem jeweiligen Kind im Test unterlaufen sind. Im Durchschnitt sind es je Kind etwa 300 Arbeitsblätter, die in überschaubare Fördereinheiten gegliedert sind und dabei helfen sollen, fehlende Grundlagen zu erarbeiten und die (für das einzelne Kind) problematischen Bereiche der Orthographie Schritt für Schritt zu erobern.

Bei der Gruppenförderung können Sie sich nach erfolgter Eingangsdiagnose (z.B. einer Klasse oder der gesamten Stufe) ein differenziertes Bild vom Leistungsstand einer größeren Anzahl von Schülern machen. Dabei ist es möglich, die Diagnose-Ergebnisse nach unterschiedlichen quantitativen und qualitativen Kriterien aufeinander zu beziehen, so dass Sie sinnvolle Fördergruppen von 4-8 Schülern zusammenstellen und speziell auf jede Gruppe abgestimmte Fördermaterialien abrufen können.

Was ist das Screening?

Im Rahmen der LISA-Bildungskampagne, die gemeinsam mit dem Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) durchgeführt wird, haben alle Schulen in Deutschland die Möglichkeit, ihre Schüler kostenlos auf deren Rechtschreibkompetenz hin zu testen. Ampelsignale der Lernserver-Normierung zeigen dabei den individuellen Förderbedarf an.

Alle Grundschulen und weiterführenden Schulen können sämtliche Schüler einem Screening unterziehen, die Testung erfolgt im Klassenverband; jeder Lehrer erhält kompakte Leistungsprofile der einzelnen Schüler sowie ein computergestütztes Klassenleistungsprofil; mit Hilfe der Lernserver-Normierung (verdeutlicht durch ein Ampelsystem) wird auf einen Blick ersichtlich, welche Schüler welches Maß an Förderbedarf haben (verdeutlicht durch eine individuellen Förderempfehlung); ein Förderplan zeigt die für die jeweilige Klasse notwendigen Förderschwerpunkte.

HINWEIS: Mit dem Screening kann festgestellt werden, welche Schüler eine ausführliche (Standard-)Diagnose und Förderung benötigen. Auch lässt sich auf diese Weise ermitteln, ob der Förderbedarf eines Kindes so groß ist, dass zusätzliche fachliche Unterstützung hinzugezogen werden muss. Ausgehend von den Ergebnissen des Screenings kann jederzeit und ohne zusätzlichen Aufwand ein Update zur ausdifferenzierten Standard-Diagnose vorgenommen werden (kostenpflichtig!). Auch passgenaues Fördermaterial kann ohne weitere Testung bestellt werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Standarddiagnose und einer Kompaktdiagnose?

Kompaktdiagnose

Die Kompaktdiagnose wird im Zusammenhang mit dem Screening (LISA-Bildungskampagne) angeboten. Es wird ein weniger umfangreiches Leistungsprofil erzeugt. Darin enthalten sind die quantitative Auflistung der richtig und falsch geschriebenen Wörter und die Normierung inklusive der Ampel und der individuellen Förderempfehlung.

Standarddiagnose

Die Standarddiagnose bietet ein ausdifferenziertes Leistungsprofil. Darin enthalten sind ebenfalls die quantitative Auflistung der richtig und falsch geschriebenen Wörter und die Normierung (inkl. Ampel und individueller Förderempfehlung). Zusätzlich erhalten Sie einen Überblick, welche Fehler welchen Fehlerkategorien zugeordnet werden (bspw. Konsonantenverdopplung, Dehnung, Umlautableitung, usw.).

Wie viele Schüler sollten maximal in eine Gruppe?

Wie groß eine Gruppe sinnvollerweise sein kann, lässt sich nicht pauschal beantworten; entscheidend sind die Schwierigkeiten der Kinder, aber auch ihr Sozialverhalten. Eine wichtige Rolle spielt auch die Zahl und die Kompetenz der betreuenden Förderkräfte. Wir denken, dass bei Kindern mit LRS-Problemen die Gruppen nicht mehr als 4 Kinder umfassen sollten. Bei Gruppen, die aus Kindern mit weniger großem Förderbedarf bestehen, können durchaus auch mehr Kinder (5 bis 8 Schüler) zusammengenommen werden.

Obgleich es sich um ein und dieselbe Sprache handelt, hat jedes Kind seine ganz eigenen, individuellen Schwierigkeiten, die auch individuell behandelt werden müssen. Auch hinsichtlich dessen, was die Kinder bereits verstanden haben, gibt es große Unterschiede. Würde man solche Kinder in größeren Gruppen zusammenfassen, würde man genau jene ungünstige Situation reproduzieren, die dazu geführt hat, dass sich die Probleme verfestigten und nicht aus der Welt geschafft werden konnten. Selbst wenn es eine kleinere Zahl von Schülern ist, wäre es genauso wie im normalen Unterricht: Die Förderkraft könnte sich nicht genügend um das einzelne Kind kümmern, und um alle zu beschäftigen, würde sie zwangsläufig versuchen, eine gewisse Einheitlichkeit zu schaffen. Sie würde also wieder Leistungsstandards setzen, an denen sich das einzelne Kind messen müsste, und das individuelle Vorankommen träte in den Hintergrund.

Bei einer echten individuellen Förderung sind die Fortschritte des einzelnen Kindes das entscheidende Kriterium!

Zu bedenken ist auch, dass in größeren Gruppen sehr rasch Leistungskonkurrenz und Rivalitäten aufkommen; auch kann die Lernatmosphäre leichter gestört werden. Das einzelne Kind soll aber angst- und ablenkungsfrei in einem geschützten Raum arbeiten können, ohne dass sich Kränkungen wiederholen, die möglicherweise schon im Schulunterricht stattgefunden und zu grundsätzlicheren Lernblockaden geführt haben.

In kleinen Gruppen ist ein gemeinsames Lernen wegen der intimen Atmosphäre leichter möglich. Auch gegenseitige Hilfe, zum Beispiel in Form von Erklären und Erläutern der Regeln, lässt sich einfacher realisieren, wenn nur wenige Kinder am Tisch sitzen.

Ein häufig genanntes Argument für die Bildung von größeren Gruppen macht die Erleichterung geltend, die LRS-Kinder dadurch verspüren würden, wenn noch viele weitere Leidensgenossen mit im Boot säßen. Dies mag für einige Kinder zutreffen, für andere aber sicherlich nicht. Obgleich das soziale, gemeinschaftliche Lernen immer angestrebt werden sollte, ist es für einige Kinder zunächst sehr viel sinnvoller, wenn sich eine Förderkraft ausschließlich mit ihnen befasst und die Reaktion anderer Kinder ‚draußen vor der Tür‘ bleibt. Der Aufbau von Selbstvertrauen und das Auseinandersetzen mit einem oft angstbesetzten Bereich sind in einem geschützten Raum sehr viel eher möglich. Sobald sich erste Erfolge einstellen und die Kinder seelisch wieder gefestigter sind, kann die Einzelarbeit in eine Gruppensituation überführt werden.

Letztlich liegt die Entscheidung für eine Einzel- oder Gruppenförderung in der Verantwortung der jeweiligen Lehrkraft und ist von ihrem Gespür für die betreffenden Kinder abhängig. Neben der Lernserver-Diagnose sollten dabei auch die Lebensgeschichte und die Bedürfnisse bzw. Wünsche der jeweiligen Kinder eine Rolle spielen. Bei alledem sprechen die jeweils vorliegenden Möglichkeiten wie die Zahl der zur Verfügung stehenden Förderstunden und Förderkräfte ein gewichtiges Wort mit.

Wie sieht der Ablauf bei einer individuellen Förderung aus?

Nach der Testdurchführung und der dazugehörigen Analyse werden aufgrund des individuellen Leistungsprofils und der dahinterliegenden Feinanalyse eines jeden Schülers aus einem Pool von mehreren tausend Arbeitsblättern die passenden Übungen herausgesucht und in einer in sich stimmigen Abfolge zur Verfügung gestellt. (Diese Reihenfolge kann von Ihnen umgestellt werden; eine solche Umstellung sollte jedoch mit Bedacht vorgenommen werden.)

Entsprechend des jeweiligen Förderbedarfs unterscheidet sich das Fördermaterial für jedes einzelne Kind. Die Förderung setzt immer genau dort an, wo die Kinder hängengeblieben sind und wo ihnen die Voraussetzungen dafür fehlen, den nächsten logischen Verständnisschritt zu machen. Sie werden also weder unter- noch überfordert, sondern mit einem an sie angepassten „mittleren Anforderungsniveau“ konfrontiert. Um möglichst bald gute Erfolge in der Rechtschreibung zu erzielen, ist ein kontinuierliches Arbeiten mit den Materialien unerlässlich. Dabei geben wir allerdings keine Zeitangabe vor, da an jeder Schule die personellen wie finanziellen Ressourcen unterschiedlich sind. Auch unterscheiden sich die Kinder danach, wie rasch sie die einzelnen Bereiche erobern können. Oft ist es so, dass nach einem ersten, arbeitsintensiveren Anlauf der berühmte Knoten platzt, die Kinder sich neue, effektivere Lernstrategien zulegen und immer rascher ein Gespür sowie ein Verständnis für orthographische Prinzipien entwickeln.

Die Förderung sollte mindestens einmal in der Woche stattfinden, besser zweimal. Bei leistungsschwächeren Kindern, die im Rahmen eines speziellen Förderunterrichts betreut werden, sollte dieser Förderunterricht möglichst nicht nach dem normalen Unterricht erfolgen, da die Kinder zu dieser Zeit erfahrungsgemäß müde und unkonzentriert sind. Zudem ist zu bedenken, dass solche zusätzlichen Schul- bzw. Unterrichtsstunden nicht selten als eine Art Bestrafung wahrgenommen werden. Sofern keine gesonderten Förderstunden in der Schule möglich sind, hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

  • Lassen Sie in den ersten 10 Minuten jeder Deutschstunde mit den Materialien arbeiten!
  • Nutzen Sie die Freiarbeitsphasen der Kinder im Regelunterricht!
  • Etablieren Sie Tutorenprogramme! Gerade bei finanziellen Engpässen können ältere Schüler oder Eltern mit in die Förderung eingebunden werden (hierbei ist aber auf Qualifizierung und Betreuung/Supervision zu achten).
  • Wenn die Förderzeit knapp bemessen ist, können vertiefende oder zum Festigen gedachte Arbeitsblätter natürlich auch zu Hause bearbeitet werden.

Letztere Varianten eignen sich jedoch nicht für Kinder, die auf der Leistungsskala des Normierungsmoduls im orange-farbenen oder roten Bereich rangieren!

Warum kann ich im Webshop nicht bestellen?

Für den Webshop des Lernserver-Instituts müssen Sie sich neu anmelden. Wenn Sie bereits ein Lernserver-Portal besitzen, ist dies unabhängig von einem Webshop-Konto zu betrachten!

Klicken Sie auf „Zum Shop des Verlags“ und wählen Sie jene Artikel aus, die Sie bestellen möchten. Anschließend gehen Sie zur „Kasse“. Nun können Sie sich mit bereits bestehenden Zugangsdaten anmelden oder sich ein neues Konto für den Webshop erstellen. Geben Sie Ihre persönlichen Daten und ein Passwort ein. Das Konto ist direkt aktiv, und wenn Sie auf der nun erscheinenden Seite auf „weiter“ klicken, werden Sie durch den Bestellvorgang geleitet.

Ich habe den Lernserver noch nie genutzt: Wie melde ich mich/meine Schule beim Lernserver an?

Wenn Sie Ihre Schule anmelden möchten, klicken Sie auf unserer Homepage www.lernserver.de oben auf den Hinweis „Portalanmeldung“. In dem gelben Feld „Wichtiger Hinweis“ gibt es den Link: >>hier ein Portal einrichten. Wenn Sie diesen anklicken, werden Sie durch die Registrierung geführt. Sie können auch einfach auf die Registerkarte „Registrieren“ klicken.

Bitte beachten Sie die weiteren Hinweise unter: Account für Schulen / Account für sonstige Einrichtungen / Account für Eltern (Elternbrief/Elternpaket)

Ich möchte den Lernserver erst einmal testen

Wenn Sie sich zunächst ganz unverbindlich einen Überblick über die Arbeit mit dem Lernserver verschaffen möchten, gehen Sie bitte auf unsere Seite demo.lernserver.de. Dort können Sie sich ein Portal anlegen, das sich optisch nicht von einem „echten“ Portal unterscheidet.

Sie haben nun die Möglichkeit, beliebig viele Schüler anzulegen und Tests einzugeben. Sie können die einzelnen Schüler sogar mit dem Fördermaterial versehen und Gruppen erstellen. Das Fördermaterial ist jedoch nur bedingt einsehbar. Bitte beachten Sie, dass sich ein Demoportal nicht in ein vollwertiges Lernserver-Portal umwandeln lässt. Hierfür ist eine erneute Anmeldung nötig!

Ich habe bereits ein Portal: Wie logge ich mich ein?

Klicken Sie auf www.lernserver.de und auf „Portalanmeldung“. Geben Sie dann Ihre Benutzerdaten ein. Sie haben sich bei der Portalanmeldung die Zugangsdaten selbst zugewiesen. Da es uns deshalb nicht möglich ist, Ihre Daten einzusehen, müssen Sie sich diese gut merken!

Eltern

Was ist die MRA – Münsteraner Rechtschreibanalyse?

Die Tests der MRA (Münsteraner Rechtschreibanalyse) bestehen aus altersadäquaten Lückendiktaten, die als zusammenhängende Geschichten konstruiert sind. Ihr Kind füllt den passenden Testbogen in der Regel handschriftlich nach Diktat aus (ab Test 3/4 ist auch eine Online-Testdurchführung möglich). Die Lehrkraft (oder ein Elternteil) gibt anschließend die Fehlschreibungen online über eine bequeme Eingabemaske in das System des Lernservers ein. Daraufhin erfolgt die Diagnose der Rechtschreibleistung binnen weniger Sekunden.

Die Form des Lückentextes ermöglicht es, die bereits vorliegenden Kompetenzen der Kinder gezielt zu erfassen und zudem sicherzustellen, dass Fehlerhäufigkeiten und -Schwerpunkte sowohl quantitativ als auch qualitativ analysiert werden können. Zusätzliche Informationen, z.B. über Verfassung, Motivation, Schrift und Konzentration, runden das diagnostische Bild ab.

Um ein möglichst stimmiges und hinsichtlich der Rechtschreibfertigkeiten eines Kindes vollständiges Bild zu erhalten, liegen unserer Diagnose über 230 verschiedene Fehlerkategorien zugrunde. Damit lassen sich hinsichtlich der Fehlerarten eindeutige Aussagen treffen. Diese weit gefächerten Einzelkategorien werden im Leistungsprofil des jeweiligen Kindes gebündelt und übersichtlich zur Verfügung gestellt.

Wir unterscheiden dabei zwei große Bereiche: den Grundlegenden Bereich und den Regelbereich.

 Der Grundlegende Bereich ist aufgegliedert in

  • Ausfertigung
  • Wahrnehmung
  • Speicherung

Der Regelbereich besteht aus

  • Kennzeichnung von Länge und Kürze (u.a. Dopplung und Dehnung)
  • Morphologische Orientierung (z.B. Umlautableitung, Auslautableitung)
  • Weitere Aspekte der Wortschreibung (wie Groß- und Kleinschreibung, ähnliche Buchstabengruppen, Schreibung an Nahtstellen)

In Form einer ‚Positiv’-Diagnose werden zunächst die bereits bestehenden Rechtschreibkompetenzen ermittelt, das heißt, es wird festgestellt, in welchen Bereichen das Kind bereits über Grundsicherheiten verfügt. In einem weiteren Schritt erfolgt eine detaillierte Analyse der Fehlschreibungen. Unter quantitativen wie qualitativen Gesichtspunkten werden Auffälligkeiten und Fehlerhäufungen in den einzelnen Haupt- und Feinkategorien diagnostiziert, wobei zurzeit über 230 Unterkategorien berücksichtigt werden. (Für weitere Informationen zu den Fehlerkategorien möchten wir Sie auf das „Handbuch zur Rechtschreibförderung“ verweisen.)

Anschließend wird ein Gesamtbild der Leistungsstärke des betreffenden Kindes erzeugt, das sich in einem individuellen Förderplan niederschlägt. Dieser orientiert sich an den jeweils notwendigen Förderschwerpunkten und bestimmt – in Abstimmung mit den betreuenden Lehrkräften/Therapeuten oder auch den Eltern – das Anforderungsniveau sowie das für das Kind sinnvolle Fördertempo.

Die Diagnose wie die computergestützte Auswertung der Ergebnisse ist ein eigenständiger Baustein. Sie ist jedoch verknüpft mit dem Angebot einer differenzierten Lernförderung. Sofern Sie sich also zusammen mit Ihrem Kind an einer Förderung durch unseren Lernserver beteiligen möchten und weitere Informationen zu eventuell notwendigen Schritten erhalten wollen, die aufgrund des konkreten Leistungsprofils als sinnvoll ermittelt wurden, wenden Sie sich bitte an uns (info@lernserver.de) oder schauen Sie auf unserer Homepage nach.

Welche Teststufe sollte ich für mein Kind auswählen? (Elternpaket)

Die Münsteraner Rechtschreibanalyse (MRA) ist ein handschriftlich auszufüllender Lückentest und für alle Schulformen geeignet. Die Anwendungszeiträume sind wie folgt:

Test 1/2: Ab dem letzten Drittel der Klasse 1 bis Mitte der Klasse 2
Test 2/3: Ab Mitte der Klasse 2 bis Mitte der Klasse 3
Test 3/4: Ab Mitte der Klasse 3 bis Mitte der Klasse 4
Test 4/5: Ab Mitte der Klasse 4 bis Mitte der Klasse 5
Test 5/6: Ab Mitte der Klasse 5 bis Ende der Klasse 6
Test 7+:  Ab Anfang der Klasse 7

 

 

 

 

Welches Elternpaket zur Rechtschreibung soll ich bestellen?

Eltern mit Fördererfahrung empfehlen wir unser Eltern-Paket 1 (Basis).

„Neu-Einsteigern“, die sich im Bereich Rechtschreibförderung umfassend qualifizieren möchten, empfehlen wir das Eltern-Paket 2 (Premium). Dieses beinhaltet umfangreiche Begleitmaterialien zum Thema, zusätzlich auch eine persönliche Beratung durch Lernserver-Experten.

Wann trifft das Förderbuch ein?

Das Förderbuch wird in einer externen Druckerei produziert. In der Regel dauert es von Ihrer Anforderung des Buches über das Elternportal bis zur Auslieferung des Förderbuches ungefähr zwei Wochen.
Sollten Sie – außerhalb der Stoßzeiten zum Schuljahresbeginn – erheblich länger als 2 Wochen warten, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Förderbuch“ an die Adresse info(at)lernserver.de. Bitte geben Sie neben Ihrem Namen auch den Namen Ihres Kindes und Ihre Portal-ID an. Wir werden Ihnen umgehend eine Antwort mit dem Status Ihrer Bestellung geben.

Wie häufig sollte ich mein Kind fördern? Wie sieht der zeitliche Rahmen aus?

Die Förderung sollte regelmäßig mehrmals pro Woche durchgeführt werden. Genauere Hinweise zur Durchführung der Förderung finden Sie hier.