Der Lernserver auf der Didacta (Köln, 16.-20. März 2010; Halle 9.1, Gang E / 019): „Die Freude an eigenständigen und gemeinsamen Lernerfolgen wecken!“

Der Lernserver der Uni Münster auf der Bildungsmesse Didacta (Köln, 16.-20. März 2010; Halle 9.1, Gang E / 019)

 

Erforschen, Verstehen, Üben – Die Freude an eigenständigen und gemeinsamen Lernerfolgen wecken!

 

Wie kann man Kinder und Jugendliche für ihre eigene Bildung gewinnen oder gar begeistern? Wie lassen sich moderne, kooperative Unterrichtsformen mit dem Eingehen auf den jeweiligen individuellen Förderbedarf verknüpfen? Wie lässt sich trotz begrenzter Ressourcen eine neue, für alle Beteiligten befriedigendere Qualität von Schule und Unterricht und ein effektiveres Lernen und Unterrichten erreichen?

Für solche Fragen pfiffige Antworten, durchdachte Konzepte und praxistaugliche, leicht umsetzbare Lösungen auszutüfteln, ist Anliegen unseres Arbeitsbereichs an der Universität Münster. Mit dem Lernserver ist es gelungen, für einen kleinen, aber nicht ganz unwichtigen Bildungsausschnitt, nämlich das Gebiet der Rechtschreibförderung, ein Angebot zu entwickeln, das mittlerweile bundesweit eingesetzt wird. Anliegen ist es, Lehrern mit Hilfe eines netzbasierten Diagnose-, Förder- und Fortbildungssystems zu ermöglichen, den Spagat zwischen der Verantwortung für die gesamte Klasse und den Förderbedürfnissen des einzelnen Schülers zu meistern. Zahlreiche Begleitmaterialien und Lehrwerke (inzwischen auch für den Englischunterricht) helfen Lehrern, ihre Sicht auf Kinder als „Durchschnittsgrößen“ zu durchbrechen.

Aktuell möchten wir unseren Auftritt auf der didacta 2010 in Köln dazu nutzen, die Neuerungen und Erweiterungen unserer Online-, Print- und Fortbildungspalette vorzustellen (Katalog 2010 PDF):

a)     die Normierung mit integrierter Ampelfunktion, wodurch die Förder- oder Therapienotwendigkeiten samt den gebotenen Antworten mit einem Klick transparent werden;

b)     neu entwickelte B-Tests, mit denen die Lernfortschritte dokumentiert werden können und sich die Förderung neu justieren lässt,

c)     das neue Diagnoseinstrument für Jugendliche: MRA 7+ (Tests für höhere Klassen, Berufsschulen/Berufskollegs oder außerschulische Fördereinrichtungen);

d)     die Themenhefte für die Klassen 5/6, einem neuen, kompakten Rechtschreiblehrgang mit Kopiervorlagen und den jeweils notwendigen didaktischen Grundlagen;

e)     die didaktische Reduktion unserer Gruppenförderung, wodurch den Bedingungen einer klassenbezogenen Förderung noch besser Rechnung getragen werden kann;

f)       die neuen Elternpakete für eine qualifizierte und effektive häusliche Förderung;

g)     verschiedene Fortbildungs- und Vernetzungsinitiativen, z.B. Qualifizierung von Fördekräften zum Begleiter von Schulen/Lehrern und Eltern und

h)     Modellprojekte wie etwa LISA, ein Kooperationsprojekt mit dem Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V., regionalen Förderkampagnen mit Stiftungen (Förderpakt Bielefeld) oder Verbundschulprojekten, bei denen mit Hilfe des Lernservers die Kooperation zwischen Schulen und Lerntherapeuten gesteuert wird.

 

Abgerundet wird dies alles durch eine intensive Beratung, ob telefonisch oder in Form von Fortbildungen/Schulungen, aber auch durch Handreichungen zur Qualifizierung sowie in Form von Praxisberichten und Förderkonzepten, mit denen Lehrer die notwendigen Anregungen erhalten, um die für Ihre Gegebenheiten passenden Förderszenarien entwickeln zu können.

 

Nicht zuletzt möchten wir als universitäres Bildungsprojekt Lehrern dabei behilfich sein, an den Erfahrungen von Kolleginnen und Kollegen partizipieren zu können und sich jene Entlastung zu beschaffen, die Lehrer heute brauchen: z.B. mit Tutorenmodellen, über das Einbinden von Lehramtsstudierenden als eigenverantwortlichen Förderkräften, von Lerntherapeuten oder von engagierten Eltern.

 

 

Münster, im März 2010

 

Prof. Dr. Friedrich Schönweiss und Team

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